Intel „Rocket Lake“ mit mind. 10% Leistungsplus

Desktop-CPUs mit neuer "Cypress Cove" Architektur, Intel Xe GPU & PCIe 4.0

Intel hat etwas überraschend einige Details zu den kommenden „Rocket Lake“ Desktop-CPUs verraten. Bislang war von offizieller Seite nur die Unterstützung von PCI Express 4.0 bekannt und dass die CPUs im ersten Quartal 2021 kommen sollen, aber jetzt erklärte Intel, dass diese auf der neuen „Cypress Cove“ Mikroarchitektur basieren und eine integrierte Xe Grafikeinheit besitzen.

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Bislang hatte man damit gerechnet, dass die Intel „Rocket Lake-S“ Desktop-Prozessoren der elften Core Generation auf „Willow Cove“ Kernen zurückgreifen, die gerade erst mit den „Tiger Lake“ Ultramobil-CPUs für flache und leichte Notebooks eingeführt wurden. „Cypress Cove“ ist dagegen praktisch die 14-Nanometer-Version der „Sunny Cove“ Architektur von „Ice Lake“ aus der 10-nm-Fertigung.

Wichtiger ist allerdings die Performance. Nach Angaben von Intel sollen die „Cypress Cove“ Kerne eine Verbesserung der Befehle pro Takt (IPC) im zweistelligen Prozentbereich bieten, also mindestens 10 Prozent. Das bezieht sich auf die bisherige ‚Skylake‘ Mikroarchitektur, die Intel bereits seit mehreren CPU-Generationen einsetzt – von der 6. bis zur aktuell 10. Core-Serie.

Einen größeren Leistungssprung bringt allerdings die integrierte Intel Xe Grafikeinheit, für die Intel eine 50 % höhere Performance als die bisherigen GPUs verspricht. Dazu kommt die offizielle Unterstützung von schnellerem Hauptspeicher, nämlich DDR4-3200 statt DDR4-2933 wie bisher.

Die Intel „Rocket Lake“ CPU-Serie wird Anfang 2021 bekanntlich erstmals PCI Express 4.0 unterstützen, was AMD bereits letztes Jahr mit seinen Ryzen 3000 CPUs eingeführt hatte. Laut Intel werden die nächsten Desktop-CPUs 20 PCIe 4.0 Lanes bieten, sowohl für Grafikkarte (wohl 16) als auch SSDs (wohl 4), was offiziell von neuen Mainboards mit Intel 500 Chipsätzen unterstützt wird. Aber manche Mainboard-Hersteller hatten bereits zugesagt, dass einige Intel Z490 Mainboards schon für PCIe 4.0 vorbereitet seien und ebenfalls die neuen „Rocket Lake-S“ CPUs aufnehmen können. Intel wird hier nämlich weiterhin den LGA1200 Sockel verwendet, wie bei „Comet Lake“.

Während die Intel „Comet Lake-S“ Desktop-CPUs aber mit bis zu 10 Kernen plus Hyper-Threading verfügbar sind, beschränkt sich die „Rocket Lake-S“ Serie auf maximal acht Kerne mit 16 Threads. Das dürfte auf steigenden Stromverbrauch oder Wärmeentwicklung zurückzuführen sein, denn während der Core i9-10900K mit 10 Kernen auf normale 125 Watt TDP sowie maximal 250 Watt kommt, ist die „Rocket Lake“ 8-Kern-CPU mit den gleichen TDP-Angaben spezifiziert. Das deutet bereits an, dass die „Cypress Cove“ Architektur im Betrieb wärmer wird bzw. mehr Strom verbraucht als bislang und Intel deshalb wohl auf einen 10-Kerner bei „Rocket Lake“ verzichten muss. Schließlich wird auch immer noch die 14-Nanometer-Technologie für die Fertigung der „Rocket Lake“ CPU-Generation verwendet.

Quelle: Intel

Frank Schräer

Herausgeber, Chefredakteur und Webmaster

Eine Antwort

  1. Schluri sagt:

    Mal sehen was die Dinger kosten, leisten und wann sie wirklich erhältlich sind.

    Integrierte Grafik ist für meine Zwecke ausreichend und wesentlich praktischer als separate GPUs

    Beim Peakload bin ich mir aber nicht sicher ob meine altgedienten NTs damit klarkommen

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