PCI Express 6.0 Specs auf gutem Weg für 2021

Neue PCIe-Generation verdoppelt wieder Bandbreiten, auf dem Markt wohl 2023/2024

Im Juni letzten Jahres hatte das PCI-SIG Konsortium mit der Entwicklung der Spezifikationen von PCI Express 6.0 begonnen und jetzt ist man auf einem guten Weg, um diese wie geplant nächstes Jahr abzuschließen. Dann können Hardware-Hersteller entsprechende Produkte für PCIe 6.0 entwickeln, um von der erneuten Verdopplung der Bandbreiten gegenüber PCIe 5.0 zu profitieren.

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Wie das PCI-SIG Konsortium diese Woche bekannt gab, wurde die Version 0.7 der PCI Express 6.0 Spezifikationen offiziell an die Mitglieder verschickt und die endgültigen Specs sollen 2021 verabschiedet werden. Allerdings ist selbst PCIe 5.0 nach seiner Ratifizierung im Juni 2019 noch nicht auf dem Markt und man rechnet damit auch frühestens gegen Ende nächsten Jahres, möglicherweise mit einer der übernächsten Prozessorgenerationen von Intel oder der nächsten Generation der AMD Ryzen und EPYC CPUs auf Basis von „Zen 4“. Selbst PCI Express 4.0 wird bislang lediglich von den AMD-Plattformen seit Mitte letzten Jahres unterstützt und Intel kommt mit der entsprechenden „Rocket Lake“ Generation für PCIe 4.0 erst Anfang nächsten Jahres heraus – wohlgemerkt nachdem PCIe 4.0 bereits im Herbst 2017 verabschiedet wurde. Deshalb wird es auch mit PCI Express 6.0 noch ein paar Jahre dauern, bis dieser Standard auf dem Markt ankommt. Man rechnet mit 2023 oder 2024.

Technisch bietet PCI Express 6.0 erneut eine Verdopplung der Bandbreiten im Vergleich zu PCIe 5.0 auf 64 GT/s (Gigatransfer pro Sekunde), was auf 64 Milliarden Transfers pro Sekunde hinausläuft. Die Bandbreite bzw. die tatsächliche Datenübertragungsrate hängt natürlich von der Anzahl der PCIe-Leitungen (Lanes) ab. Die PCI-SIG nennt hier 256 GByte/s für PCI Express 6.0 x16 – doppelt soviel wie bei PCIe 5.0 x16, viermal soviel wie bei PCIe 4.0 x16 und sogar achtmal soviel wie beim heute weit verbreiteten PCIe 3.0 Standard.

Dazu unterstützt PCIe 6.0 eine automatische Fehlerkorrektur bei niedriger Latenz, um die Bandbreite effizienter auszunutzen, und führt erstmals ‚PAM4‘ („Pulse Amplitude Modulation“ mit 4 Stufen) ein. Damit sollen Verluste bei der Signalübertragung reduziert und niedrigere Spannungen ermöglicht werden, was die Fehleranfälligkeit reduzieren soll. Und natürlich wird PCI Express 6.0 auch kompatibel sein zu allen vorherigen PCIe-Generationen.

Quelle: PCI-SIG Konsortium

Frank Schräer

Herausgeber, Chefredakteur und Webmaster

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