realme 7 im Test: Mittelklasse-Smartphone mit 90-Hz-Display - Seite 4

Konkurrenz für Xiaomi & Co. ab rund 200 Euro

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Display und Kamera

Das realme 7 greift zwar mit seinen 90 Hz Bildwiederholrate über seine Preisklasse hinaus, muss aber mit einem LC-Bildschirm auskommen. Im System sind die Animationen und Übergänge dank der 90 Hz butterweich. Wem hier jedoch der Stromverbrauch zu hoch ist, der kann auch manuell auf 60 Hz oder einen automatischen Modus wechseln, der dann je nach Szenarion die Bildrate anpasst.
Die Helligkeit reicht unserer Meinung nach aus, doch die Blickwinkelstabilität könnte besser sein.

Die Farbwiedergabe des Bildschirms wirkt ab Werk neutral, lässt sich aber in den Einstellungen auch kühler oder wärmer einrichten. Auch ein Augenkomfortmodus, der die Blautöne dämpft, ist vorhanden. Einen Dunkelmodus kann man ebenfalls aktivieren – auch über das Benachrichtigungszentrum.

Insgesamt kann man an dem Screen des realme 7 in diesem Preisbereich wirklich nichts aussetzen, im Gegenteil. Dank der 90 Hz läuft alles sehr flüssig und das Gerät kann sich von der Konkurrenz in diesem Segment positiv absetzen.

Wie es so in Mode ist, nutzt das realme 7 eine Quad-Kamera. Allerdings hätte man sich die Makro-Linse sparen können. Mit ihren gerade einmal 2 Megapixeln liefert sie detailarme, verwaschene Fotos. Da ergibt es mehr Sinn, die Hauptlinse mit digitalem Zoom zu verwenden. Die Ergebnisse sind immer noch besser als die der Makro-Kamera. Jene wurde wohl hauptsächlich aus Marketing-Abwägungen verbaut. Die Hauptkamera mit 48 Megapixeln knipst hingegen für diese Preisklasse wirklich gute Bilder.

So wirken die Farben natürlich und realme findet eine gute Balance aus Filterung, Nachschärfung und Bildrauschen. Da sieht man oft im Preisbereich von 200 bis 300 Euro wesentlich schlechtere Resultate.
Bei HDR-Aufnahmen fällt lediglich eine Tendenz zur Überbelichtung auf, die in hellen Bildbereich zu Detailverlust führt.

Auch die Ultra-Weitwinkel-Kamera erweist sich mit ihren 8 Megapixeln als ordentlich. Allerdings werden die Fotos zum Rand hin deutlich unschärfer.

Porträtaufnahmen funktionieren mit dem realme 7 ebenfalls gut. Leider lässt sich die Tiefenunschärfe aber nicht, wie z.B. bei Xiaomi, nachträglich anpassen. Außerdem sind die Übergänge etwas zu hart.
Auch einen Nachtmodus bietet das realme 7. Jener geht in Ordnung. Die Unterschiede zu den normal geschossenen Bildern bei wenig Licht sind jedoch überschaubar.

Videos kann das realme 7 wiederum bei maximal 4K mit 30 fps aufnehmen. Da keine optische oder elektronische Bildstabilisation erfolgt, sollten Interessenten hier jedoch über den Kauf eines Gimbals nachdenken.

Selfies knipst hier die Frontkamera mit 16 Megapixeln. Die Ergebnisse sind vorzeigbar und in dieser Preisklasse, gemessen am Standard, als gut zu bezeichnen.

André Westphal

Redakteur

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