Qualcomm könnte vor Lieferengpässen für Snapdragon-Chips stehen

Auswirkungen sind noch schwer abzusehen

Derzeit solle es Lieferengpässe bei Qualcomm geben: Es heißt der Hersteller habe Schwierigkeiten damit, seine Bestellungen von Partnern wie Samsung zu erfüllen. Allerdings sind sich die Quellen uneinig, welche Segmente betroffen seien. Teilweise ist explizit vom Snapdragon 888 die Rede, dann heißt es wiederum, es gehe vorwiegend um Low-End- und Mittelklasse-Prozessoren. Qualcomm selbst wollte sich nicht konkret zu den angeblichen Lieferengpässen äußern.

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Ein Auftragsfertiger für mehrere große Smartphone-Marken soll zu Protokoll gegeben haben, dass Qualcomm nicht ausreichend Chips liefern könne und man daher bereits seine Partner habe informieren müssen. Lu Weibing, Vizepräsident von Xiaomi, hatte bereits die Schwierigkeiten eingeräumt und von extremen Engpässen gesprochen. Durch Panikkäufe einiger Hersteller sollen zudem die Preise für etliche Komponenten explodiert sein. Etwa koste ein einfacher Microcontroller von STMicroelectronics, der normalerweise für 2 US-Dollar verkauft werde, aktuell satte 14 US-Dollar.

Einige Unternehmen sollen reagiert haben und die Veröffentlichung neuer Produkte entweder verschoben oder umgestaltet haben. Teilweise seien etwa Chips noch getauscht worden. Derzeit sei schwer zu kalkulieren, wann welche Chips genau verfügbar seien. Die Zulieferketten seien auf die Tumulte der Pandemie nicht ausgelegt. Wann sich da wieder etwas Routine einstellen wird, ist schwer zu sagen.

Quelle: Reuters

André Westphal

Redakteur

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