LGs Ausstieg aus dem Markt für Smartphones ist offenbar besiegelt

Mitarbeiter sollen bereits anderen Abteilungen zugeordnet werden

Es gibt seit Monaten Gerüchte, laut denen LG aus dem Markt für Smartphones aussteigen werde. Die Ursache ist klar: Bereits seit 2015 fährt die mobile Sparte des Herstellers kontinuierlich nur Verluste ein. Alle Versuche das Ruder rumzureißen, etwa durch Experiment wie das LG Wing, schlugen letzten Endes fehl. Zuletzt soll LG mit mehreren Kaufinteressenten verhandelt haben, darunter die vietnamesische Vingroup. Doch es sei zu keiner für beide Seiten zufriedenstellenden Einigung gekommen. Als Ergebnis werde LG seine mobile Abteilung laut Medienberichten aus Südkorea bald schließen.

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Die Mitarbeiter seien wohl schon darauf vorbereitet worden und werden nicht entlassen, sondern anderen Abteilungen zugeordnet. Angeblich wolle LG die Bombe dann öffentlich am 5. April 2021 im Rahmen einer Vorstandssitzung platzen lassen. Auf Anfrage der Korea Times erklärte der Hersteller aktuell jedoch nur, dass keine Entscheidung getroffen worden sei und man sich eines Kommentars zu den weiteren Gerüchten enthalte. Man werde sich zu gegebener Zeit konkret äußern.

Offiziell bestätigt wurde zuletzt von LG, dass man das Schicksal der Smartphone-Sparte sich offen halte. Derzeit sieht es aber in der Tat danach aus, als ob es da nicht mehr viel Hoffnung gäbe. In den letzten Jahren war LG nicht nur hinter die Konkurrenz aus dem eigenen Heimatland, also Samsung, sondern auch hinter chinesische Hersteller wie Xiaomi, Oppo und Huawei zurückgefallen. Andere Geschäftsbereiche sind da mittlerweile für LG deutlich lukrativer. Beispielsweise läuft das TV-Geschäft, insbesondere mit den OLED-TVs des Unternehmens, sehr gut. Und auch im Bereich Hausgeräte sind die Südkoreaner erfolgreich.

Quelle: KoreaTimes

André Westphal

Redakteur

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