OpenAI hat mit ChatGPT einst den aktuellen KI-Hype ausgelöst. Doch inzwischen ist die Konkurrenz erstarkt und auch Google spielt mit Gemini z. B. ganz vorne mit. Deswegen bereitet das Unternehmen offenbar eine Neuausrichtung vor. ChatGPT soll von einer Chatbot-App mehr zu einer Plattform werden, die komplexere Aufgaben für den Nutzer übernehmen kann.
Intern soll man bei OpenAI schon das Motto „Chat is dead“ kolportieren, um ChatGPT zu einem effizienteren Werkzeug zu machen – z. B. für Programmierer. Deswegen will man etwa seine Plattform Codex viel enger mit ChatGPT verzahnen. Auch will man stärker auf Verknüpfungen mit Drittanbietern setzen. Etwa soll ChatGPT so erkennen, welche Aufgaben ein User ausführen möchte und ihm direkt die richtigen Tools anbieten.
OpenAI zeigt damit auch einen stärkeren Fokus auf Geschäftskunden, welche für derlei Produktivitätssprünge zahlungswillig sind. Inzwischen ist es das Ziel der meisten KI-Anbieter, nicht mehr nur schieres Wachstum zu erreichen, sondern rentabel zu werden. Dabei geht man davon aus, dass langfristig die Grenzen zwischen Chatbot-Apps, klassischen Suchmaschinen, digitalen Assistenten wie Alexa und traditioneller Produktivitätssoftware immer mehr verwischen werden.
Quelle: Financial Times

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