Steam Machine verkauft sich offenbar besser als erwartet

Schätzungen sehen bis zu 15.000 Systeme pro Woche

Valves neue Steam Machine scheint einen deutlich besseren Marktstart hingelegt zu haben, als viele Beobachter zunächst erwartet hatten. Trotz eines Einstiegspreises von 1039 Euro und anfänglicher Kritik an der vergleichsweise hohen Preisgestaltung deuten aktuelle Schätzungen darauf hin, dass sich der Gaming-PC in den ersten Wochen nach dem Verkaufsstart überraschend gut verkauft.

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Grundlage der Analyse sind Daten des Portals Boiling Steam, das die Platzierungen in den „Steam Global Top Sellers“ ausgewertet hat. Dort belegt die Steam Machine derzeit den zweiten Platz – zwischen Counter-Strike 2 und Palworld. Da für diese Titel anhand verschiedener öffentlicher Datenquellen ungefähre Umsatzschätzungen existieren, versucht Boiling Steam, aus der relativen Position der Steam Machine deren Umsatz und Verkaufszahlen abzuleiten.

Nach den Berechnungen soll die Steam Machine derzeit einen wöchentlichen Umsatz zwischen 10 und 18 Millionen US-Dollar erzielen. Für die Schätzung wird angenommen, dass sich rund 65 Prozent der Käufer für das Basismodell mit einem Preis von 1039 Euro entscheiden, während etwa 35 Prozent zur besser ausgestatteten Variante für 1359 Euro greifen. Unter diesen Annahmen ergeben sich wöchentliche Verkaufszahlen zwischen etwa 8700 und 15.600 Geräten. Als wahrscheinlichstes Szenario betrachtet Boiling Steam aktuell einen Absatz von rund 12.000 bis 15.000 Steam Machines pro Woche.

Steam Global Top Sellers

Sollte Valve dieses Verkaufstempo über ein ganzes Jahr halten können, würde dies einem Absatz von rund 600.000 bis 750.000 Geräten jährlich entsprechen. Für eine Premium-Gaming-Plattform wäre das ein beachtlicher Erfolg. Allerdings gilt es zu beachten, dass Hardware-Neuerscheinungen häufig von einer starken Anfangsnachfrage profitieren. Vorbestellungen und sogenannte Early Adopter sorgen in den ersten Wochen oftmals für überdurchschnittlich hohe Verkaufszahlen, bevor sich die Nachfrage auf ein normales Niveau einpendelt.

In der Hardware-Branche ist es nicht ungewöhnlich, dass die Verkäufe nach dem Marktstart um etwa 20 bis 30 Prozent zurückgehen. Sollte sich dieser Trend auch bei der Steam Machine bestätigen, könnten die wöchentlichen Verkaufszahlen in den kommenden Wochen sinken, ohne dass dies zwangsläufig auf einen Misserfolg hindeutet. Zudem sollte berücksichtigt werden, dass die Steam Global Top Sellers ausschließlich den Umsatz und nicht die tatsächlich verkauften Stückzahlen abbilden. Sämtliche Verkaufszahlen beruhen daher auf Annahmen über den durchschnittlichen Verkaufspreis und die Verteilung der unterschiedlichen Modellvarianten.

Da Valve bislang keine offiziellen Absatzzahlen veröffentlicht hat, bleiben solche Berechnungen die einzige Möglichkeit, den bisherigen Markterfolg der Steam Machine einzuschätzen. Boiling Steam will die Entwicklung der Steam-Charts weiterhin beobachten und seine Modelle mit zunehmender Datenbasis verfeinern. Ob die Steam Machine ihren starken Start langfristig bestätigen kann, dürfte sich allerdings erst in den kommenden Monaten zeigen. Sollte sich die Nachfrage auch nach dem Ende der anfänglichen Launch-Phase auf einem hohen Niveau halten, könnte Valve mit seinem neuen Gaming-PC einen deutlich größeren Erfolg erzielen, als einige Marktforscher vor dem Verkaufsstart erwartet hatten.

Quelle: Boiling Steam

Frank Schräer

Herausgeber, Chefredakteur und Webmaster

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