Intel führt QuadChannel RDRAM ein

Verfügbare Bandbreite steigert sich auf 6,4GB/s

Mit dem i860 Chipsatz für den (Pentium 4) Xeon alias Foster führt Intel erstmals QuadChannel RDRAM ein. Dabei werden praktisch vier Kanäle zusammengeschaltet, wodurch sich eine maximale Datenrate von 6,4GB/s ergibt. Zum Vergleich, DualChannel kommt nur auf 3,2GB/s, ein RDRAM-Kanal auf 1,6GB/s und DDR-RAM auf 2,1GB/s. SDRAM steht weit abgeschlagen mit 1,066GB/s. Der Nachteil dabei ist, dass man immer vier bzw. zwei gleiche Module verwenden muss. Das erhöht natürlich den Preis und schränkt die Aufrüstbarkeit mit mehr Speicher ein.

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Jetzt fragt sich nur noch, ob Intel dem Foster auch ein Speicherinterface mitgibt, dass die 6,4GB/s voll ausnutzen kann. Da der Prozessor großteils auf dem Pentium 4 basiert, bestehen da noch einige Zweifel. Der Pentium 4 kann maximal 3,2GB/s richtig nutzen. Höchstwahrscheinlich übt Intel beim i860 nur schon einmal für später. Das gleiche tat man schon beim i840 für den Pentium III. Obwohl der Pentium III keinesfalls von einer DualChannel RDRAM Architektur profitieren konnte, stattete man den Chipsatz mit eben diesem Interface aus.
Zum Glück müssen die Mainboardhersteller kein QuadChannel Interface anbieten. Intel überläßt ihnen die Wahl, ob sie einen (für DualChannel) oder zwei (für QuadChannel) Memory Repeater Hubs (MRH) verwenden möchten.

Iwill kündigte übrigens gestern das erste Xeon Mainboard an. Das DX400-SN basiert auf dem i860 und unterstützt die besagte Quad Channel RDRAM Architektur, weiterhin 2 Xeon, 64Bit-PCI (2 Stück), 3x PCI, 1x AGP Pro, onBoard LAN, AC-97 und einen onBoard DualChannel Ultra 160 SCSI Controller. Die Speichermodule werden auf einer exra Steckkarte untergebracht, welche dann auf das Board gesteckt wird. Die Steckkarte bietet Platz für 8 RIMMs, was den Speicherausbau derzeit auf 4GB begrenzt. Sobald 1GB RIMMs verfügbar sind, kann er jedoch auch auf 8GB gesteigert werden.
Einen Preis nannte Iwill nicht, 2000DM erscheinen jedoch durchaus möglich.

Iwill DX400-SN Xeon-Mainboard (Foto: Digit-Life)

Quelle: x-bit labs

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