Intel: Lieferengpässe passé

Chipriese will 50% mehr Pentium 4 produzieren

Intel will in diesem Quartal ein für allemal die Lieferengpässe beim Pentium 4 aus der Welt schaffen. Um trotz des vergleichsweise großen Prozessorkernes die gleiche Menge Prozessoren wie in alten Pentium III-Zeiten fertigen zu können, investierte Intel im vergangenen Jahr Milliardenbeträge in die eigenen Fabriken. Gekauft wurden vor allem Geräte für das 0,13µ-Lithografieverfahren. Damit kann man rund 28% mehr Prozessoren in gleicher Zeit fertigen – verglichen mit dem „alten“ 0,18µ-Verfahren.

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Noch mehr Effizienz versprechen jedoch die neuen 12″ Wafer. Intel erhofft sich von den neuen Siliziumscheiben einen um 225% höheren Chipausstoß in gleicher Zeit. Zur Zeit arbeitet erst eine Fabrik mit der neuen Wafertechnik, die restlichen Fabriken noch mit 8″ Wafern. Das soll sich auch erst im zweiten Halbjahr ändern. Bis dahin rüstet man weitere Fabriken mit 0,13µ-Technik aus.

Insgesamt möchte Intel so 50% mehr Pentium 4 Prozessoren produzieren können als noch im vierten Quartal 2001. Der Ausstoß von 0,13µ-Prozessoren soll den der 0,18µ-Chips jedoch erst im zweiten Halbjahr übersteigen.

Nicht ganz so optimistisch gibt man sich beim Verkauf des Prozessors. Im äußerst wichtigen OEM-Markt (Komplett-PCs) ist der Pentium 4 zur Zeit mit 40% vertreten. Im zweiten Quartal soll der Anteil auf über 50% steigen, vor allem aufgrund des heiß erwarteten, integrierten Chipsatzes i845G.

Um den Verkauf anzukurbeln, werden höchstwahrscheinlich morgen nochmals die Preise des Pentium 4 gesenkt. Das wäre dann das zweite Mal innerhalb eines Monats. Bereits zur Vorstellung des Northwood passte man die Preise an. Einen Räumungsverkauf erwartet man beim Pentium III. Die 800-933MHz Prozessoren sollen für $103, so günstig wie noch nie, an den Käufer gebracht werden. Ob diese sich vom vermeintlich niedrigen Preis blenden lassen, wird sich zeigen. Immerhin bekommt man zum gleichen Preis einen 1,2GHz Celeron, der aber leider (noch) nicht in älteren Mainboards läuft.

Quelle: DigiTimes

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