AMD AthlonXP 2700/2800+ vorgestellt

FSB333 sorgt für Leistungsschub, CPUs schwer zu bekommen

Nach der Vorstellung des P4 mit 2800MHz ist AMD wieder kräftig in Zugzwang geraten – Intel beanspruchte die Leistungsspitze einen ganzen Monat für sich allein. Nun wendet sich das Blatt, AMD hat die neuen CPU-Modelle Athlon XP 2700+ (2.167GHz) und 2800+ (2.25GHz) vorgestellt. Die beiden neuen CPUs basieren auf dem Thoroughbred B-Step Kern, verfügen also über 256kByte L2-Cache und werden in AMD-Werk Dresden in einem 130nm-Prozess hergestellt. Neuerung der beiden Modelle ist die Freigabe für einen nun 166MHz schnellen Front Side Bus (FSB333). Das entspricht einer erhöhten Bandbreite von 25% gegenüber den bisherigen FSB266-Modellen und ermöglicht es dem Athlon, PC2700 DDR-SDRAM (ebenfalls 166MHz schnell) auszunutzen. Neue Mainboards mit VIA KT400, SiS746 oder nVidia nForce2 unterstützen den schnelleren FSB bereits ab Werk, ältere sind teilweise über BIOS-Updates und geänderte Konfiguration mit FSB333 zum laufen zu bewegen. Neue Rekorde kann die CPU nur vereinzelt aufstellen, die Performance im Vergleich zum P4 mit 2,6GHz und 2,8GHz kann man als absolut gleichwertig ansehen, je nach Benchmark mal etwas schneller, mal geringfügig langsamer.

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Die Verfügbarkeit der neuen CPUs ist leider noch sehr begrenzt, der XP 2800+ soll bis Ende des Jahres nur in sehr begrenzter Stückzahl für High-End Spiele-PCs US-amerikanischer Hersteller zur Verfügung stehen. Der Athlon XP 2700+ soll dagegen schon ab November weltweit verfügbar sein.

Die maximale Leistungsaufnahme der beiden neuen Modelle ist sehr hoch, sie liegt bei 68,3W (XP 2700+) bzw. 74,3W (XP 2800+). Da beide CPUs noch nicht mit einem Heatspreader ausgestattet sind, sind sehr leistungsfähige Kühler erforderlich. Da der Thoroughbred-Kern nur 84mm2 gross ist, sind Kühler mit einem Heatspreader aus Kupfer für die Stabilität und Langzeithaltbarkeit der CPU äusserst wichtig. Kleines Rechenbeispiel: Der Athlon Modell Thunderbird 1400MHz nimmt mit maximal 72,1W ähnlich viel Leistung auf wie der Athlon TBred B-Step mit 2250MHz (max. 74,3W). Da die Hitze auf dem Thunderbird-Kern mit 120mm2 jedoch über eine ungleich größere Fläche anfällt, benötigt dieser keinen leistungsfähigen Heatspreader aus Kupfer. Mit 0,89W/mm2 (47% mehr als beim Athlon TB 1400MHz) kommt der Athlon XP 2800+ hier schon langsam in kritische Bereiche, wo nur noch mit sorgfältiger Kühlerauswahl und perfekter Montage mit guter Wärmeleitpaste eine einwandfreie Kühlung des Kerns sichergestellt ist.

Wer den Kauf der neuen Athlon-Spitzenmodelle anstrebt, sollte sich der Tatsache bewusst sein und grossen Wert auf eine leistungsfähige Kühlung mit schneller Hitzeverteilung legen.

AthlonXP 2800+ mit FSB333

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