GeForce4 Ti4200 für Notebooks

Laptops mit nVidia GeForce4 4200 Go im ersten Quartal 2003 erhältlich

nVidia hat gestern den GeForce4 4200 Go Grafikchip für den Einsatz in mobilen Computern vorgestellt und hat damit nach ATI ebenfalls eine DirectX 8.1 kompatible Notebookgrafik im Sortiment. Der unter dem Codenamen NV28M bekannt gewordene Chip basiert auf dem im September vorgestellten GeForce4 Ti4200 8X (Codename: NV28) mit AGP 8x Fähigkeit und wurde im Prinzip nur um die schon vom GeForce4 Go bekannte Stromspartechnologie PowerMizer erweitert. Damit will nVidia den sehr erfolgreichen ATI Mobility Radeon 9000 übertrumpfen, was hinsichtlich der Spieleleistung auch gelingt, wie erste Tests gezeigt haben. Dort lag der GeForce4 4200 Go fast immer vor dem ATI-Chip. Allerdings ist bei Notebookgrafik ja die Performance nicht alles und hier könnte der NV28M für manchen Laptop-Hersteller zu viele Mängel besitzen.

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Während der NV17 Kern in den GeForce4 MX Chips bereits mit den Hintergedanken an einen mobilen Einsatz entwickelt wurde, war dies beim NV25 (GeForce4 Ti) und später beim NV28 (GF Ti mit AGP 8x) nicht der Fall. Daraus resultiert eine vergleichsweise hohe Stromaufnahme und Wärmeentwicklung des GeForce4 4200 Go, auch wenn nVidia selbst in dieser Richtung noch keine Zahlen genannt hat. Zwar kann der Einsatz der Stromspartechnologie PowerMizer den Stromverbrauch im Durchschnitt schon senken, aber natürlich nicht bei voller Belastung wie z.B. einem Spiel. Hier hat der Mobility Radeon 9000 von ATI eindeutig Vorteile.
Eine andere Folge der Desktop-Herkunft des NV28M ist die, dass er im Gegensatz zum NV17M keinen integrierten TV-Encoder (für einen TV-Ausgang) und auch keinen integrierten LVDS-Transmitter (Low Voltage Differential Signaling) besitzt, um das Display des Notebooks anzusteuern. Ein Laptop-Hersteller muss also zusätzliche Chips verbauen, will er den GeForce4 4200 Go einsetzen.

Im Vergleich mit seinem Desktop-Pendant ist der nVidia GeForce4 4200 Go ein wenig niedriger getaktet. Während der GeForce4 Ti4200 standardmäßig mit 250MHz Chip- und 500MHz Speichertakt läuft, kann der NV28M bis maximal 200/400MHz gehen. Allerdings dürften sich die meisten Notebookhersteller aufgrund des höheren Stromverbrauchs auf 175/400MHz beschränken. Mit PowerMizer können die Taktraten übrigens bis auf 25/100MHz reduziert werden. Zum Vergleich: der ATI Mobility Radeon 9000 taktet üblicherweise mit 250/460MHz und kann durch die Stromspartechnologie PowerPlay bis auf 80/80MHz runtergehen.

Laut nVidia befinden sich die ersten Notebooks mit GeForce4 4200 Go Grafik in Produktion und sollen im ersten Quartal nächsten Jahres ausgeliefert werden.

nVidia GeForce4 4200 Go Chip

Quelle: nVidia

Frank Schräer

Herausgeber, Chefredakteur und Webmaster

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