Radeon 9500 Software-Hack

Neuer RivaTuner und modifizierter Treiber schalten vier Pipelines frei

Nach der Hardware-Modifikation von Radeon 9500 Grafikkarten, bei der zur Freischaltung zusätzlicher Rendering-Pipelines am Chip gelötet werden musste, sind in der Zwischenzeit wie angekündigt Software-Lösungen erschienen. Die gestern veröffentlichte neue Version des eigentlich für nVidia-Produkte entwickelten RivaTuners enthält ein Patch-Script namens SoftR9700, mit dem bei einer Radeon 9500 (Non-Pro) Karte die Anzahl der verwendeten Pixel-Pipelines auf acht eingestellt wird.

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Ähnlich geht auch ein Anwender vor, der einen modifizierten ATI-Treiber anbietet. Hier ist zwar Handarbeit vom Mod-willigen User gefordert, dafür bekommt er aber auch einen Einblick, wie die Modifikation funktioniert.
Die volle Funktionalität dieser Mods ist übrigens nicht sicher, denn mittlerweile mehren sich die Berichte über Misserfolge.

Der Vorteil dieser Lösungen? Durch den Verzicht auf Hardware-seitige Bauarbeiten bleibt zum einen die Garantie erhalten. Zum anderen ist die Modifikation deutlich einfacher rückgängig zu machen. Manche Anwender klagen nach dem Einsatz des Hacks nämlich über Pixelfehler (ähnlich wie Schnee am TV), die sonst nur bei Übertaktung des Speichers auftreten. Offenbar sind nicht alle Radeon 9500 Karten für die Freischaltung aller acht Pipelines geeignet.
Auch aus diesem Grund ist wie immer bei solchen Aktionen Vorsicht angebracht! Der Anwender ist für Eingriffe an Hard- und Software selbst verantwortlich, wir übernehmen keine Haftung, keine Gewähr und schon gar keine Erfolgsgarantie! Wer diese Manipulationen durchführen will, sollte sich vorher gründlich informieren, z.B. im Hartware-Forum und im RivaTuner-Forum.
Der RivaTuner selbst ist bei Guru3D.com erhältlich (801KB). Den modifizierten Treiber (derzeit nur für Win2000/XP) bietet ein User namens ‚wizzard‘ an.

Quelle: Hartware-Forum

Frank Schräer

Herausgeber, Chefredakteur und Webmaster

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