DDR SDRAM immer billiger

256Mbit DDR-Chips jetzt unter $3 - Kurzfristige Erholung unwahrscheinlich

In den letzten drei Werktagen sind die Preise für DDR SDRAM auf dem freien Spot-Markt um 15% gesunken. Ein 256 Mbit DDR-RAM Baustein (von dem auf einem 256MB-Modul mindestens acht benötigt werden) kostet dort mittlerweile weniger als 3 US-Dollar, nachdem der Preis schon Anfang Februar mit unter $4 ein neues Rekordtief erreicht hatte. Der Preis für einen solchen Chip liegt nach Angaben der Marktbeobachter von DRAMeXchange momentan bei durchschnittlich $2.93.

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Die Nachfrage ist in letzter Zeit nicht angestiegen, weil die PC-Hersteller mit ihren neuen Bestellungen offenbar auf die vermutlich Anfang nächster Woche stattfindende Preissenkung von Intel warten. Gleichzeitig haben die Speicherhersteller ihr Fertigungsvolumen nicht zurückgefahren, wie es sonst bei diesen niedrigen Preisen der Fall ist. Die Firmen arbeiten derzeit an der Optimierung ihrer Ausschussquoten, um im Konkurrenzkampf bestehen zu können nach den zuletzt durchgeführten Produktionsumstellungen auf 130nm und 140nm Prozesstechnologie. Dies hält die Hersteller davon ab, freiwillig Marktanteile abzugeben durch eine heruntergefahrene Produktion, und sie nehmen damit die unter den Fertigungskosten liegenden Preise in Kauf.
Man kann allerdings nicht zwangsweise von sich erholenden Speicherpreisen in der nächsten Woche ausgehen, wenn eine ganze Reihe von Pentium 4 Modellen billiger werden. Angesichts des weiterhin drohenden Irak-Krieges sind die DRAM-Hersteller weniger als optimistisch, dass DDR SDRAM bis Anfang März wieder teurer wird.

Quelle: DigiTimes

Frank Schräer

Herausgeber, Chefredakteur und Webmaster

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