Pentium 4 mit 2.4, 2.6, 2.8 GHz und FSB800

Anzeige

Einleitung

Intel Pentium 4 mit Hyper-Threading Logo
Mit der heutigen Einführung der Pentium 4 Prozessoren 2.40C, 2.60C und 2.80C bei jeweils 200MHz Front Side Bus macht Intel die Technologien von Hyper-Threading und des höheren FSB sowie DDR400 SDRAM auch einem breiterem Kundenkreis zugänglich. Nach der Vorstellung des Pentium 4 3.0C Mitte April blieb dies noch den teuren High-End Modellen vorbehalten. Bei Großhandelspreisen zwischen 175 und 280 US-Dollar (bei Abnahme von 1000 Stück) für die drei neuen CPUs mit 2.4, 2.6 und 2.8 GHz bringt Intel diese Techniken nun auch in den Mainstream.

An den Prozessoren selbst hat sich im Vergleich mit den aktuellen High-End Modellen praktisch nichts geändert. Die CPU-Kerne werden wie bisher in 130nm Prozesstechnologie gefertigt und besitzen einen 512KB großen internen Level-2 Cache (Pufferspeicher). Von den 3-GHz-Varianten haben die neuen Prozessoren die die Hyper-Threading Technologie übernommen, welche dem Betriebssystem quasi zwei “virtuelle“ CPUs zur Verfügung stellt, was bei Multi-Threaded Anwendungen die Leistung verbessert.
Um die heute eingeführten CPUs von den bisher erhältlichen Versionen mit geringerem Front Side Bus und ohne Hyper-Threading Unterstützung zu unterscheiden, hängt Intel ein ‚C‘ an die Taktfrequenz. Von uns getestet wurde also die Performance von Pentium 4 2.40C, 2.60C und 2.80C.


Aktuelle Pentium 4 Prozessoren (Bild )
Aktuelle Pentium 4 Prozessoren (Bild )

Passend zu den neuen Prozessormodellen führt Intel auch den Springdale-Chipsatz ein. Dabei handelt es sich um die Mainstream-Variante des Canterwood (875P) ohne die PAT – die “Performance Acceleration Technology“. Prinzipiell kommen Springdale und Canterwood aus der gleichen Fertigung. Die Chips, die in den Qualitätstests besonders gut abschneiden, werden dann zu 875P, alle anderen zu Springdale. Der 875P besitzt nämlich durch besonders schnelle Timing-Einstellungen und geringere Latenzzeiten einen schnelleren Speicherzugriff als der Springdale.
Im Gegensatz zum 875P Canterwood gibt es den Springdale gleich in drei verschiedenen Versionen:

  • 865PE für FSB800/533/400 und Zweikanal DDR400 SDRAM
  • 865G für FSB800/533/400 und Zweikanal DDR400 SDRAM,
    mit integrierter “Intel Extreme Graphics 2“
  • 865P für FSB533/400 und Zweikanal DDR333 SDRAM

Ansonsten gibt es von den Features her keine Unterschiede zum 875P Canterwood, d.h. auch hier wird AGP 8x, Serial-ATA RAID, Gigabit Ethernet, acht USB 2.0 Ports etc. geboten.
Ein Test des Springdale-Chipsatzes folgt voraussichtlich in Kürze. In diesem Review haben wir bis auf eine Ausnahme zur besseren Vergleichbarkeit der Performance der Prozessoren nur die 875P-Plattform verwendet.

Frank Schräer

Herausgeber, Chefredakteur und Webmaster

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.