nVidia leert seine Lager

Grafikkartenhersteller bekommen Nachlässe von 10-20% auf ältere Chips?

Nach Medienberichten aus Taiwan, die sich wiederum auf Quellen bei den dortigen Herstellern berufen, ist nVidia derzeit dabei, seine Lagerbestände rapide abzubauen. Angeblich würden die Grafikkartenhersteller Nachlässe zwischen 10% und 20% erhalten, um bis Ende April einige Millionen Grafikchips loszuwerden. Damit würden diese Verkäufe noch in das am 30.4. endende erste Quartal von nVidias fiskalischem Jahr 2005 fallen.

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Solche Aktionen waren auch in der Vergangenheit nicht ungewöhnlich, jedoch gibt es einen signifikanten Unterschied. In den letzten Jahren lag der Gesamtwert der mit solchen Dumping-Angeboten in den Markt gedrückten Grafikchips bei durchschnittlich 50 Millionen US-Dollar. Derzeit soll der Lagerbestand von nVidia allerdings einen Wert von $80 Mio. besitzen.

Eines der den Herstellern bis Ende des Monats angebotenen Dumping-Pakete umfasst eine GeForce FX5200 und eine GeForce FX5700LE zu einem Preis von zusammen $87. Damit läge man 10% unter dem Preis der Einzel-Chips, heißt es.
Der Ausverkauf hilft sowohl nVidia als auch den Grafikkartenherstellern. Die kalifornische Grafikchip-Schmiede dürfte damit ihre Marktanteile erhöhen und im Lager Platz für die neuen Generationen schaffen. Die taiwanesischen Hersteller dagegen könnten ihre Herstellungskosten senken, die in letzter Zeit durch höhere Speicherpreise angestiegen waren.
Andererseits meldeten einige Hersteller auch Bedenken an. Die Flut an Grafikchips würde die Nachfrage nach Speicherbausteinen erhöhen und damit deren Preis noch weiter nach oben treiben.

Quelle: DigiTimes

Frank Schräer

Herausgeber, Chefredakteur und Webmaster

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