Intel Celeron auf Prescott-Basis

Neue Einsteiger-CPUs mit größerem Cache und besserer Leistung

Intel hat in dieser Woche nach den Sockel-775 CPUs und den Pentium-M 715 und 725 Notebook-Chips noch weitere neue Prozessoren eingeführt. Die neue “Celeron D Serie“ für Einsteiger bzw. günstige PCs besteht zunächst aus vier Modellen mit 2.4 bis 2.8 GHz und basiert wie bereits im April berichtet auf dem mit 90nm Strukturbreite gefertigtem Prescott-Kern. Im Vergleich zum bisherigen Celeron mit dem in 130nm produzierten Northwood-Kern wurde der Celeron D in einigen Punkten verbessert, die laut ersten Tests zu deutlich besseren Leistungen führen.

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So wurde beim Celeron D u.a. der interne Pufferspeicher (L1-Cache: 16 statt 8 KB, L2-Cache: 256 statt 128 KB) vergrößert und der Front Side Bus von 400 auf 533 MHz angehoben. Außerdem verfügt die neue Einsteiger-CPU über die Neuerungen des Anfang Februar eingeführten Prescott wie z.B. die längere Befehls-Pipeline (31 statt 20 Stufen) und die dreizehn neuen Instruktionen für Multimedia und Hyper-Threading (SSE3).
Konnte der Celeron Northwood leistungsmäßig nicht überzeugen, sieht es bem Celeron D schon ganz anders aus. AnandTech fand in ersten Tests heraus, dass der Prescott-Celeron bei gleichem Takt und gleichem FSB durchschnittlich etwa 15% schneller ist! Vor allem Spiele profitieren von dem größeren Cache.
War der Celeron Northwood z.B. dem AMD Athlon XP noch deutlich unterlegen im Preis-/Leistungsverhältnis, ist dies beim Celeron D schon sehr viel besser. Der neue Celeron D 335 mit 2.8 GHz kann in einigen Benchmarks z.B auch einen Athlon XP 2600+ hinter sich lassen.
AMD wird in diesem Bereich trotzdem weiterhin das bessere Preis-/Leistungsverhältnis bieten, da der Athlon XP 2600+ beispielsweise deutlich unter 100 Euro kostet. Der neue Celeron D 335 (2.8 GHz) liegt dagegen im Großhandel bei $117.
Die Preise der weiteren Celeron D Modelle 320, 325 und 330 (2.4, 2.53 und 2.66 GHz) betragen bei Abnahme von mindestens 1000 Stück $69, $79 und $89.
Insgesamt gesehen ist der Celeron D damit eine deutlich bessere Alternative als noch der bisherige Celeron, deren Preise bei etwa gleicher Taktfrequenz auf dem gleichen Niveau liegen.

Die neuen Celeron D Modelle gibt es derzeit nur für den bisher aktuellen Sockel-478. Wann die Einsteiger-CPUs auch für den neuen Sockel-775 erhältlich sein werden, ist noch nicht bekannt.

Frank Schräer

Herausgeber, Chefredakteur und Webmaster

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