Intel fährt parallel

Neue Pentium 4 Prozessoren sowohl für Sockel-478 als auch Sockel-775

Mit der Einführung der neuen Sockel-775 Plattform mit PCI Express und DDR2 SDRAM Mitte Juni ging man gemeinhin davon aus, dass Intel neue, schnellere Prozessoren nur noch für dieses Format herausbringen würde. Das ist aber wohl nicht der Fall, wie sich herausstellt. Intel wird zukünftig weiter zweigleisig fahren und neue CPUs auch für den bekannten Sockel-478 anbieten. Besitzer solcher Plattformen sind also mit den bisher erhältlichen Prozessoren noch nicht am Ende der Upgrade-Alternativen angelangt.

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Intel erwähnt in einem internen Dokument für seine Partner einige bisher noch nicht offiziell angekündigte Sockel-478 CPUs, wie z.B. den Pentium 4 Extreme Edition 3.6 GHz, den Pentium 4 Prescott 3.6 GHz und sogar den Pentium 4 Prescott mit 3.8 GHz. Bislang ist bei 3.4 GHz auf dieser Plattform Schluss.
Außerdem soll der neue Celeron D mit größerem internen Level-2 Cache und höherem Front Side Bus auch weiterhin auf der Sockel-478 Basis beschleunigt werden. Steht dieser momentan noch bei maximal 2.8 GHz, plant Intel wohl eine Taktfrequenz bis immerhin 3.46 GHz.
Diese Pläne verlängern erfreulicherweise nicht nur die Lebensdauer der bisherigen Plattformen mit den Intel Chipsätzen 875P und 865, sondern auch von Mainboards auf Basis der VIA und SiS Chipsätze.

Auf der anderen Seite soll auch die Sockel-775 Plattform um weitere Modelle ergänzt werden, und dies überraschenderweise nicht nur mit in 90nm Strukturbreite gefertigten Prescott Prozessoren. Angeblich plant Intel auch Pentium 4 Northwood (130nm) Varianten mit 2.8, 3.0 und 3.2 GHz und FSB800 sowie 512KB L2-Cache. Für den High-End Bereich sind neben dem erwarteteten Pentium 4 3.8 GHz mit FSB800 und 1MB L2-Cache auch Pentium 4 Extreme Editions mit 3.2 und 3.46 GHz sowie 1066 MHz FSB und 2MB L2-Cache vorgesehen.

Aufgrund der nur geringen Unterschiede von Pentium 4 Prescott und Northwood Modellen ist allerdings fraglich, ob all diese Variationen auch in den Handel kommen werden. Vermutlich bietet Intel einige davon nur bestimmten PC-Herstellern für den Einsatz in deren Komplettsystemen an.

Quelle: X-bit labs

Frank Schräer

Herausgeber, Chefredakteur und Webmaster

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