Intel vs. Nvidia: Der Lizenz-Streit

Hersteller kommentieren die Klage wegen Chipsatz-Lizenz für Core i7

Gestern wurde bekannt, dass Intel Nvidia wegen Streitigkeiten über die gemeinsame Chipsatz-Lizenzvereinbarung verklagt hat. Mittlerweile haben beide Hersteller dazu Stellung bezogen. Nvidia meint, dass die Vereinbarung auch Gültigkeit hat für Intel Core i7 und kommende Prozessoren. Nach Ansicht von Intel gilt die Lizenz nicht für CPUs mit integriertem Speicher-Controller wie Core i7.

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Nvidia-Chef Jen-Hsun Huang meinte: „Im Kern geht es bei dieser Angelegenheit darum, dass die Zeit der CPU abgelaufen ist und die Seele des PCs sich schnell zur GPU verschoben hat. Dies ist eindeutig ein Versuch, Innovation zu unterdrücken, um ein rückläufiges CPU-Geschäft zu schützen.“
Nvidia wirft Intel vor, die PC-Plattform kontrollieren zu wollen und Lösungen wie Nvidias Ion Plattform, SLI und HybridPower würden diese Pläne bedrohen.

Intel sieht das natürlich anders. Über ein Jahr habe man erfolglos versucht, mit Nvidia eine Einigung über diesen Streitpunkt zu erzielen. Nun will Intel gerichtlich klären lassen, ob die Lizenzvereinbarung auch für Chipsätze für Prozessoren mit integriertem Speicher-Controller gilt. Man hoffe, dass dieser Streit keine Auswirkungen auf die sonstigen Beziehungen beider Firmen habe.
Intel-Sprecher Chuck Mulloy fügte hinzu, dass man eine Neuverhandlung der Lizenzvereinbarung nicht ausschließe, wenn Intel die Klage gewinnt. Ob Intel Nvidia mit einer Aufhebung der Lizenzvereinbarung abstrafen werde, wollte Mulloy nicht kommentieren. Auch ist natürlich offen was passiert, wenn Nvidia Recht bekommen sollte.
Mulloy betonte außerdem, dass Intel Nvidia nicht direkt „verklage“. Man verlange keinen Schadensersatz und erwarte von Nvidia lediglich, dass diese ihren eigenen Verfahrenskosten tragen.
Einzelheiten zur Klageschrift könne Intel nicht veröffentlichen, weil sie wichtige und geheime Teile der Lizenzvereinbarung enthalte.

Aktuelle Chipsätze von Nvidia sind von Intels Klage übrigens nicht betroffen.

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Quelle: Pressemitteilung

Frank Schräer

Herausgeber, Chefredakteur und Webmaster

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