Nvidia schießt gegen Intel zurück

Lizenstreit um Core i7: Gegenklage wegen angeblicher Vertragsverletzung

Im Streit zwischen Intel und Nvidia um Chipsatz-Lizenzen für die neuen Prozessoren auf Basis der Nehalem Architektur (z.B. Core i7) hat Nvidia jetzt zurückgeschossen. Nachdem sich beiden Seiten in über einjährigen Verhandlungen nicht einig wurden, hatte Intel Klage eingereicht, um den Konfikt gerichtlich klären zu lassen. Gestern gab Nvidia bekannt, dass man eine Gegenklage gegen Intel eingereicht habe wegen Vertragsverletzung. Intel soll u.a. der bislang zugesicherte Zugriff auf Nvidias Technologien entzogen werden.

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Bei dem Streit geht um die über vier Jahre alte Lizenzvereinbarung, die Nvidia erlaubt, Chipsätze für Intels CPUs zu entwickeln und zu verkaufen. Nvidia meint, dass die Vereinbarung auch Gültigkeit hat für Intel Core i7 und kommende Prozessoren. Nach Ansicht von Intel gilt die Lizenz nicht für CPUs mit integriertem Speicher-Controller wie Core i7.
Im Gegenzug für die Chipsatz-Lizenz hatte Intel Zugang zu einer Reihe von Patenten von Nvidia erhalten, in denen es u.a. um 3D-Technologien und Grafikchips geht.
„Nvidia hat mit diesem gerichtlichen Disput nicht angefangen“, kommentierte Nvidia-Chef Jen-Hsun Huang die Gegenklage. „Aber wir müssen uns und die Rechte verteidigen, die wir damals ausgehandelt haben, als Intel Zugriff auf unsere Patente erhielt. Mit seinen Aktionen will Intel uns davon abhalten die Lizenzrechte zu verwenden, die sie uns damals eingeräumt haben.“

Quelle: Nvidia

Frank Schräer

Herausgeber, Chefredakteur und Webmaster

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