Samsung-Manager beleidigt LG

Letztere wägen eine Klage ab

Samsung und LG liegen derzeit im Clinch, da Samsungs Vizepräsident des Geschäftsbereichs für digitale Medien, Kim Hyun-Suk, die LG-Entwickler auf einer Pressekonferenz am 8. März als „dumme Schei**er“ bezeichnet haben soll. LG soll dementsprechend rechtliche Schritte erwägen. Ausgangspunkt war LGs Behauptung die Polarisations-3D-TVs des Unternehmens würden 3D in Full HD bieten. Dies ist falsch, da durch die Polarisations-Technik die Auflösung der 3D-Inhalte, die jeweils ein Auge erreichen, reduziert wird. Hyun-Suk konnte seinen Ärger über diese Aussage offenbar nicht zügeln.

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LG kritisiert im Gegenzug den Samsung-Manager: „Es gibt auch im Geschäftsleben gewisse Anstandsregeln, an die man sich halten sollte, selbst wenn man miteinander konkurriert“, erklärt ein LG-Sprecher und fährt fort: „Es ist extrem enttäuschend und inakzeptabel, wenn eine Führungskraft einer renommierten, internationalen Firma die Angestellten eines Mitbewerbers auf einer offiziellen Veranstaltung mit Schimpfwörtern beleidigt.“

Die Atmosphäre zwischen LG und Samsung, den beiden größten TV-Herstellern, ist seit jeher angeheizt. Nachdem LG seine 3D-TVs auf Polarisations-Basis stark mit Vorzügen gegenüber Samsungs Shutter-Technik gelobt hatte, eskalierte die Rivalität in vielerlei Wortgefechten. Der Höhepunkt war besagte Äußerung des Samsung-Managers Kim Hyun-Suk, der wörtlich gesagt haben soll: „Ich habe gehört Kwon Young-Soo von LG Display behauptet ihre 3D-TVs mit Polarisations-Technik böten Full HD. Ich denke deren Techniker sind einfach nur dumme Schei**er.(…) Sie stellen komplett unsinnige Behauptungen auf, die jeglicher Theoriegrundlage entbehren. Das ist einfach unverschämt.“

LG nahm die öffentliche Beleidigung zunächst hin, will nach Empörung durch die hauseigenen Techniker nun aber rechtliche Schritte einleiten, sagen Sprecher der Firma. Samsung hat mittlerweile zumindest eingestanden, dass eine Führungskraft eine unpassende Äußerung getätigt habe, ist aber angesichts eines drohenden Rechtsstreits natürlich vorsichtig mit Schuldeingeständnissen.

Quelle: TheKoreanHerald

André Westphal

Redakteur

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