Apple grenzt iPad Mini von Konkurrenz ab

Das neue Tablet sei 7-Zoll-Modellen überlegen

Apple verteidigt aktuell die verhältnismäßig hohen Preise seines iPad Mini: Dank des größeren Displays mit 7,9 Zoll sei das iPad Mini Konkurrenzprodukten wie dem Amazon Kindle Fire HD oder dem Google Nexus 7 überlegen und besser für Multimedia-Zwecke geeignet. Interessant an dieser Argumentation ist, dass Apple dabei unterschlägt, dass das iPad Mini allerdings nur 1024 x 768 Bildpunkte nutzt, während Googles und Amazons Konkurrenzprodukte 1280 x 800 Bildpunkte verwenden. Zudem wirkt Apples Argumentation insgesamt recht inkonsequent.

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So argumentiert Apple zwar beim iPad Mini vorwiegend mit der Display-Diagonale und lässt die Auflösung unter den Tisch fallen – stellt beim großen Bruder, dem regulären iPad, aber gerade das hochauflösende Retina Display heraus. Ähnlich verfährt Apple bei seinem iPhone 5, das mit seinen 4 Zoll Bilddiagonale im Vergleich zu den High-End-Modellen der Konkurrenz geradezu mickrig wirkt. So bietet etwa das HTC One X 4,7 Zoll Diagonale und das Samsung Galaxy S III gar 4,8 Zoll. Apple fährt somit bei jedem einzelnen Produkt separate Argumente auf, die den Argumentationsstrategien bei anderen Modellen entgegen stehen.

Da wundert es nicht, dass man auch die früheren Aussagen des ehemaligen und verstorbenen Apple-Geschäftsführers Steve Jobs jetzt nochmals aufgreift: Jobs hatte zu Lebzeiten gegen 7-Zoll-Tablets gewettert und erklärt Apple werde „niemals“ ein Tablet mit 7 Zoll Bilddiagonale anbieten. Jobs erklärte Tablets mit Diagonalen unter 9,7 Zoll seien für Multimedia-Anwendungen unpraktisch. Apple hat nun allerdings eben das iPad Mini veröffentlicht und deutet auf das Kleingedruckte: Mit 7,9 Zoll Diagonale sei das iPad Mini größer als Tablets mit 7 Zoll und somit kein richtiger Widerspruch zu Steve Jobs Aussagen mehr.

Quelle: TomsHardware

André Westphal

Redakteur

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