Kritik an Razer „Synapse“

Käufer von Mäusen klagen über "DRM-Zwang"

Aktuell wird Kritik an der Software „Synapse“ des Herstellers Razer laut. Hartware.net hatte bereits 2011 über „Synapse“ berichtet: Razer bietet mit „Synapse“ einen cloudbasierten Dienst zur Speicherung der Spielerprofile an. Auf diese Weise können Zocker quasi an jedem PC ihre Konfigurationen für Peripheriegeräte sofort abrufen und nutzen. Aktuell beschweren sich aber offenbar einige Kunden über Probleme mit der Plattform und sprechen gar von einer „DRM-Maßnahme“ für Hardware. Razer selbst dementiert die Anschuldigungen.

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So kritisieren einige Nutzer, dass Razer mit „Synapse“ stärker in die Funktionsweisen der Mäuse eingreife, als es nötig sei. Ein Käufer der Razer Naga bemängelt: „Ich habe mir gerade eine neue Naga 2012 Maus gekauft, die Software installiert und wurde direkt danach von einem Login-Bildschirm überrascht. Es gibt keine Möglichkeit, daran vorbeizukommen, um mit der Software die Maus zu konfigurieren, Optionen einzustellen, die Sensitivität zu verändern, Makros, etc.. Also erstelle ich einen Account und versuche, mich einzuloggen. Nichts. Mehrere Versuche, immer noch nichts. Ich mache neue Accounts mit verschiedenen Email-Adressen und es funktioniert immer noch nicht.

Schlussendlich rufe ich Razer an, welche mir erzählen, dass der Server offline ist und ich kann die Maus nicht nutzen, bis dieser wieder verfügbar ist. Somit kann ich nur eine Standard Plug & Play-Maus bis dahin nutzen. Ich frage nach einer anderen Möglichkeit, die Maus offline zu nutzen und man sagt mir, dass es keine gibt. Die Maus soll offenbar auch offline funktionieren, wenn sie einmal aktiviert wurde, aber sie muss dafür vorher mein Profil hochladen und meinen Account aktivieren – ohne verfügbaren Server nicht möglich. Ich frage also einen Vorgesetzten, ob dies stimmt und frage erneut, ob es eine Möglichkeit gibt, die Maus offline zu nutzen. Er entschuldigte sich, dass es keine Möglichkeit gibt und sagt mir, dass das Call Center schließt, nur um dann aufzulegen. Ich bin schockiert darüber, dass Razer glaubt, dies seinen Kunden antun zu können. Nirgendwo auf der Verpackung steht, dass man eine Internetverbindung benötigt, um eine Maus zu „aktivieren“. Wenn die Server in Zukunft offline gehen, dann steht jeder im Regen.“

Demnach lassen sich Mäuse und Tastaturen ohne einmalige Aktivierung bei „Synapse“ quasi nur als reguläre Plug-and-Play-Geräte ohne Sonderfunktionen nutzen. Der Razer-Geschäftsführer Min-Liang wendet ein: „Synapse 2.0 ist kein DRM. Unsere Produkte funktionieren perfekt ohne Synapse 2.0. Synapse 2.0 bietet zusätzliche Funktionen.“ Parallel verweist Min-Liang darauf, dass „Synapse“ nur eine einmalige Aktivierung erfordere und jeder Spieler anschließend problemlos offline zocken könne. Für die Probleme mit den Aktivierungsservern entschuldigt sich Min-Liang ausdrücklich.

Quelle: PCGamesHardware

André Westphal

Redakteur

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