Nvidia zur Zukunft der Spielekonsolen

Custom-Hardware sei nicht mehr zeitgemäß

Nvidias Geschäftsführer Jen-Hsun Huang äußert sich in einem Interview mit dem japanischen Magazin PCWatch zur Zukunft der Spielekonsolen. Laut Huang sei die Zeit spezieller Custom-Hardware nur für Konsolen abgelaufen. Stattdessen würden die Konsolen in Zukunft auf Hardware setzen, die auch in herkömmlichen PCs zu finden sei. Das Beispiel des Cell-Prozessors aus dem Hause Sony habe bewiesen, dass es für Konsolenhersteller keinen Sinn mehr mache Millionenbeträge in die Entwicklung sonderbarer Prozessoren zu stecken.

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Heute könne man erhältliche und ausgereifte Architekturen und Chips nutzen, um ausreichend Leistung für eine Konsolengeneration bereit zu stellen. Huang stellt klar: „Heute kann man eine Konsole wie die Playstation 2 gar nicht mehr entwickeln. Als die PS2 erschien, hatte sie 100 mal so viel Leistung wie ein herkömmlicher PC. Nun überlege ich, ob es heute überhaupt machbar wäre etwas zu entwickeln, das 100 mal so leistungsfähig wie beispielsweise eine Nvidia GTX 680 wäre?“

Huang behält mit seinen Aussagen bereits für die nächste Microsoft Xbox und die Sony Playstation 4 Recht: Beide Konsolen basieren laut verbreiteten Gerüchten auf CPUs und Grafiklösungen, die extrem aktueller PC-Hardware ähneln. Auch Nvidias eigene mobile Spieleplattform, Project Shield, basiert auf Tegra 4 und damit verbreiteter ARM-Technik.

Quelle: PCWatch

André Westphal

Redakteur

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