Sammelklage gegen Google wegen In-App-Käufen

Fünfjähriger gab Geld in "Marvel Run Jump Smash!" aus

In den USA wurde eine Sammelklage gegen Google initiiert. Die Klageschrift lässt sich auf Wunsch komplett hier durchlesen. Stein des Anstoßes sind laut der Klage unzulässige In-App-Käufe, die über durch Google Play heruntergeladene Programme möglich seien. Konkreter Auslöser war ein Fünfjähriger, der in dem kostenlosen Spiel „Marvel Run Jump Smash!“ 65,95 US-Dollar in Kristalle investierte. Die Eltern klagen deswegen gegen Google – stellvertretend für alle betroffenen Familien in den Vereinigten Staaten.

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Eine ähnliche Klage lief 2013 bereits gegen Apple. Auch hier warf man Apple vor sogenannte „Köder-Apps“ in seinem App-Store anzubieten, welche Kunden zum kostenlosen Download locken, aber innerhalb des Programms anstacheln Geld auszugeben. Apple zahlte schließlich 5 Mio. US-Dollar um den Rechtsstreit beizulegen und reichte nachträglich Anfang diesen Jahres noch eine Strafe von 32,5 Mio. US-Dollar nach.

Bei Google Play muss man normalerweise sein Passwort erneut eingeben, wenn man einen In-App-Kauf tätigt. Ausgenommen ist jedoch eine halbstündige Phase direkt nach dem Kauf / Herunterladen der Ursprungs-App. Genau in dieser Phase nach dem ersten Spielstart werben viele Spiele aber besonders exzessiv. Dies hat dann wohl auch den Fünfjährigen gelockt, der am Tablet seiner Eltern Geld in „Marvel Run Jump Smash!“ ausgab. Deswegen will man mit der Klage erreichen, dass Google diese 30-Minuten-Phase ohne erneute Passworteingabe streicht. Der Konzern selbst enthält sich zur Sammelklage in den USA aktuell eines Kommentares.

Quelle: Gigaom

André Westphal

Redakteur

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