Sony-Pictures-Hacker bedrohen Kinogänger

"The Interview" sorgt weiter für Kontroversen

Humor ist Geschmackssache: Ob man einen Film über Reporter, gespielt von James Franco und Seth Rogen, welche den nordkoreanischen Diktator Kim Jong-Un ermorden sollen, nun witzig, dämlich oder anstößig findet, bleibt jedem selbst überlassen. Wenig Begeisterung für den Film scheint die Hackergruppe Guardians of Peace alias #GOP zu verspüren, die ihrem Namen leider alles andere als gerecht wird. Nicht nur, dass #GOP hinter dem Hackerangriff auf Sony Pictures steckt, nachdem bereits Mitarbeiter des Unternehmens bedroht wurden, folgen nun Ermahnungen potentieller Kinogänger, die für Angst sorgen.

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So haben die #GOP gedroht bei der Premiere des Films irgendeine gewaltsame Aktion zu planen. Potentielle Zuschauer sollten sich an den 11. September 2001 erinnern, drohen die Hacker. Nicht nur die Premiere, generell Vorstellungen des Films gelte es angeblich zu meiden, sei einem das eigene Wohl lieb. Wer in der Nähe eines Kinos wohne, das „The Interview“ vorführe, sollte es laut #GOP lieber verlassen. Sony Pictures hat bereits reagiert und arbeitet nun mit der amerikanischen Homeland Security zusammen, um weiter zu ermitteln. Die beiden Hauptdarsteller des Films Seth Rogen und James Franco, haben ihre Promo-Tour aus Angst vor Repressalien bereits abgesagt.

Kinobetreiber in den USA arbeiten nun ebenfalls mit dem FBI zusammen. Jetzt ist zumindest klar, dass der Film „The Interview“ für die Motivation der Hacker eine große Rolle gespielt zu haben scheint. Deswegen vermutete man auch Nordkorea hinter dem Angriff – das Land hat öffentlich aber jegliche Verbindungen mit den #GOP und dem Angriff auf Sony Pictures dementiert.

Quelle: Re/Code

André Westphal

Redakteur

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