Shigeru Miyamoto als neuer Präsident Nintendos?

Diskussion um die Nachfolge Iwatas hat begonnen

Der bisherige Präsident Nintendos, Satoru Iwata, ist leider am Wochenende infolge einer Krebserkrankung verstorben. Jetzt hat in den Medien die Diskussion um einen potentiellen Nachfolger begonnen. Als heißeste Kandidaten gelten natürlich die bereits temporär eingesetzten Shigeru Miyamoto bzw. Genyo Takeda. Während Takeda sich als als Schlüsselfigur bei der Entwicklung der Wii einen Namen gemacht hat, braucht man Miyamotos Errungenschaften als Erfinder von Marken wie „Super Mario Bros.“ und „The Legend of Zelda“ kaum noch hervorzuheben.

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So ist es kein Wunder, dass Miyamoto dann auch als wahrscheinlichster Nachfolger gilt. Zumal der Japaner wichtige Kontakte für Nintendo pflegt. Zu den Freunden des 62-Jährigen zählen der legendäre Filmemacher Hayao Miyazaki (Studio Ghibli) sowie der Musiker Paul McCartney. Miyamoto hat zudem bereits bestätigt den von Iwata gewünschten Kurs zu halten.

Miyamoto gilt außerdem als Manager, der junge Talente fördert und enger in wichtige Entscheidungen und Entwicklungen einbeziehen möchte.

Takeda dagegen kommt vor allem aus dem technischen Bereich. Der 66 Jahre alte Ingenieur war federführend bei der Entwicklung der Hardware der Nintendo 64 und Nintendo Wii. Auch er könnte die Führung Nintendos übernehmen, gilt aber als unwahrscheinlicherer Kandidat.

So oder so steht Nintendo aktuell am Scheideweg, nicht nur, was die Führungsspitze betrifft. Denn weder das Nintendo 3DS noch die Wii U konnten die enormen Erfolge der Vergangenheit wiederholen. Jetzt ruhen die Hoffnungen auf dem kommenden NX. Zudem will Nintendo seine Marken auch für Smartphone-Spiele lizenzieren. Das erste Spiel mit Figuren des Herstellers soll noch vor Ende 2015 erscheinen.

Quelle: WallStreetJournal

André Westphal

Redakteur

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