Wavemaster Cube Mini - Seite 3

2.0-Bluetooth-Lautsprecher mit Flexibilität für ca. 100 Euro

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Film- & Musikwiedergabe

Die Wavemaster Cube Mini sind in erster Linie ein Allround-Set für diejenigen, die gerne ihre mobilen Endgeräte daheim einspannen möchten, um ihre Musiksammlung von der Speicherkarte oder beispielsweise „Spotify“ auch im Wohnzimmer zu nutzen. Dabei profitieren die Lautsprecher von ihrer Bassreflex-Ausstattung und klingen angesichts ihrer Größe und Leistung von zusammen nur 36 Watt angenehm kräftig – Voraussetzung ist die bereits beschriebene, korrekte Positionierung. Stellt man die Boxen nämlich nicht in Wandnähe auf, sollte man sich keine Illusionen machen: Im Tieftonbereich ist dann tote Hose. Allerdings bedingt dies nunmal die Technik und selten wandern Lautsprecher mitten in den Raum. Auch die hohen Töne können die Wavemaster Cube Mini sauber wiedergeben. Erst wenn man voll aufdreht und schwieriges Material laufen lässt, schwindet langsam der Audiogenuss. Freilich sollte man hier nicht erwarten, mit den Wavemaster Cube Mini eine ganze Wohnung amtlich zu beschallen – für kleinere oder mittlere Zimmer ist das Set aber wunderbar geeignet. Speziell am Schreibtisch – fürs Musikhören während der Bildschirmarbeit – kommen die Cube Mini im Test definitiv in Frage.


Cube Mini – Vorderseite

Klavier-Stücke wie die Counting Crows mit „Colorblind“ sprudeln elegisch und klar aus den Wavemaster Cube Mini, so dass Freude aufkommt. Basslastigeres Material wie die Sneaker Pimps mit „Think Harder“ hauen die Lautsprecher ebenfalls solide heraus. Bei sehr hohen Lautstärken wummern die Bässe jedoch leicht verzerrt vor sich bin und das Fehlen des Subwoofers macht sich bemerkbar. Dafür muss man allerdings schon sowohl die Lautstärke als auch die Bässe voll aufdrehen. Bei gebräuchlichen Settings funktionieren auch basslastige Trip-Hop-, Electro- und Club-Music-Stücke wunderbar.
Eine wirkliche Herausforderung für kompakte Boxen wie die Wavemaster Cube Mini sind klassische Stücke wie Edvard Griegs „Morgenstimmung“, das zudem auch vor Dynamik nur so strotzt und viele Kontraste zwischen Laut und Leise erzeugt. Das Ergebnis geht auf den Wavemaster Cube Mini dennoch in Ordnung und dürfte Gelegenheitshörern vollkommen ausreichen.
Am wenigstens prädestiniert sind die Cube Mini aufgrund der erwähnten, relativ schwachen Mitten für vielschichtige Rockmusik. Hier kann man zwar trotzdem mithilfe eines Software-Equalizers sowie Nachregeln von Treble und Bass seinen eigenen Kompromiss finden, aber zuviel erwarten darf man nicht. Angesichts des Preises ist die Performance aber immer noch in Ordnung, auch wenn Art-Rock-Arien eben nicht die Paradedisziplin der Wavemaster Cube Mini sind.

Klar, Kinofilme schaut bzw. hört man am besten mit Surround-Sound. Trotzdem ist nicht jeder gewillt, sich neben einem großen Flachbildschirm auch noch eine 5.1-Anlage ins Wohnzimmer zu stellen – irgendwann ist der Platz ja auch erschöpft. Trotzdem knabbert mancher an der Klangqualität der TV-Lautsprecher und sucht nach Kompromissen. Deswegen sind ja beispielsweise Soundbars mittlerweile in immer mehr Wohnzimmern als Brückenschlag anzutreffen.
Auf diesem Qualitätslevel könnte man auch die Wavemaster Cube Mini ansiedeln. In Filmen wie „Mission Impossible: Rogue Nation“ macht sich in erster Linie die relativ kleine Bühne der Boxen als Manko bemerkbar. So dürfte die Stereo-Separation besser sein und es muss schon deutlich von links oder rechts krachen, damit man den Unterschied merkt. Gerade in dialoglastigen Filmen oder auch Serien wie „Mad Men“ erweisen sich die Boxen von Wavemaster aber als tolle Zwischenlösung, die natürlich jeden TV-Lautsprecher alt aussehen lässt.
Zum Musikhören und auch Filme-Schauen bzw. -Hören sind die Wavemaster Cube Mini am Ende also tadellos geeignet und punkten vor allem mit ihrer Flexibilität.

André Westphal

Redakteur

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