Grafiktreiber für Virtual Reality

Radeon & GeForce Updates für Oculus Rift & HTC Vive

Ab dieser Woche wird Oculus Rift ausgeliefert und nächste Woche dann auch HTC Vive. Passend zu den Virtual-Reality-Headsets haben AMD und Nvidia neue Grafiktreiber veröffentlicht. Radeon Software Crimson Edition 16.3.2 (Hotfix) und GeForce 364.72 (WHQL) sind auf die beiden Headsets sowie diverse Spiele optimiert und AMDs Treiber unterstützt auch schon die neue Radeon Pro Duo.

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Nach Angaben von Nvidia reduzieren die GeForce 364.72 Grafiktreiber die Latenzzeiten und steigern die Leistung der zur Einführung des Oculus Rift erhältlichen VR-Games. Hier werden insbesondere „EVE: Valkyrie“, „Chronos“ und „Elite Dangerous“ genannt. Weitere Verbesserungen sollen die folgenden Spiele erhalten haben: „Quantum Break“, „Killer Instinct“, „Dark Souls III“ und „Paragon“. Für „Dark Souls III“ gibt es jetzt ein SLI-Profil.
Wer eine GeForce Titan Z Grafikkarte besitzt, sollte vom 364.72 Treiber-Update allerdings Abstand halten. Nvidia selbst hat Probleme mit dem 364.72 auf dieser Karte festgestellt, so dass dies nicht empfohlen wird.
Der GeForce 364.72 WHQL ist ansonsten geeignet für alle Grafikkarten und -chips ab der GeForce 400 Serie und erhältlich in zwei Version: einmal für Windows Vista, 7, 8 und 8.1 und einmal für Windows 10. Die Downloads gibts direkt bei Nvidia.

Die „AMD Radeon Software Crimson Edition 16.3.2“ ist zusätzlich zur Unterstützung der VR-Headsets und der Radeon Pro Duo auch mit neuen CrossFire-Profilen für die Spiele „Everybody’s Gone to the Rapture“ und „Hitman“ (im DirectX-11-Modus) ausgestattet. Weiterhin wurden Fehler u.a. mit „Counter-Strike: Global Offensive“, „Final Fantasy XIV“ und „XCOM 2“ behoben.
Außerdem bringt die Treiberversion 16.3.2 ein neues Feature mit: „Quick Response Queue„. Damit können Entwickler zeitkritische Aufgaben an die Grafikkarte schicken und sicher sein, dass diese auch in der vorgesehenen Zeit erledigt werden. Zuvor wurden solche Dinge per „Pre-Emption“ erledigt, was dazu führen kann, dass die Grafikkarte andere Aufgaben kurz stoppt, um die zeitkritische Sache schnell abzuarbeiten. Trotzdem war nicht garantiert, dass dies auch schnell genug geschah.
Die „Quick Response Queue“ gibt Entwicklern nun eine spezielle, asynchrone Queue, die vom Grafikchip bevorzugt behandelt wird. Gleichzeitig arbeitet die GPU aber auch noch ihre anderen Aufgaben ab.
Dies wird unterstützt von allen Grafikkarten mit der zweiten Generation der „Graphics Core Next“ Architektur, also ab Radeon HD 7790, R7 260/260X und R9 290/290X („Sea Islands“).
Ein Beispiel für die Nutzung der „Quick Response Queue“ ist „Asynchronous Timewarp“ (ATW), das Oculus mit seinem Software-Kit 1.3 eingeführt hat. Dieses soll Latenzen reduzieren. Nach Angaben von Oculus verlieren VR-Anwendungen rund 5 % ihrer darzustellenden Bilder, aber ATW soll dies um das „zwanzig- bis hundertfache“ verbessern.
Oculus hat ATW nun mit Hilfe von AMDs „Quick Response Queue“ implementiert, was insgesamt für ein flüssigeres Spielerlebnis sorgen soll. Insbesondere bei Virtual Reality sind Ruckler durch Ausfall verschiedener Bilder schließlich besonders spürbar und ärgerlich.
Die „AMD Radeon Software Crimson Edition 16.3.2“ ist geeignet für alle Grafikkarten ab der Radeon HD 7700 Serie und erhältlich für Windows 7, Windows 8.1 und Windows 10. Den Download und weitere Informationen gibt es direkt bei AMD.
AMD bezeichnet den Grafiktreiber 16.3.1 noch als „Hotfix“ und er ist noch nicht von den Windows Hardware Quality Labs zertifiziert. Das ist weiterhin der Treiberversion 15.12 vorbehalten.

Oculus Rift
AMD Quick Response Queue
HTC Vive

Quelle: Eigene

Frank Schräer

Herausgeber, Chefredakteur und Webmaster

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