AMD Ryzen & EPYC als Embedded-CPUs

Kompakte Chips mit integrierter Vega Grafik für Gaming, Medizintechnik o.ä.

AMD hat diese Woche sein Angebot an Prozessoren um sogenannte „Embedded“-Versionen ausgebaut und setzt dabei auf die aktuell erfolgreichen und gelobten Ryzen und EPYC CPUs. Während die „EPYC Embedded 3000“ Serie für den industriellen Einsatz gedacht ist, könnte die „Ryzen Embedded V1000“ Serie schon bald in mobilen Spielkonsolen zu finden sein.

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AMD ist schon seit einigen Jahren tätig und auch recht erfolgreich auf dem Markt für integrierte Lösungen und bringt nun auch seine aktuellen Prozessorarchitekturen in den Embedded-Bereich. Damit sollen weitere Marktanteile bei den Großkunden erschlossen bzw. ausgebaut werden.

Die „Ryzen Embedded V1000“ Serie umfasst zum Anfang vier Modelle mit zwei und vier Kernen plus SMT für vier und acht Threads gleichzeitig sowie Vega-Grafikeinheit mit drei, acht oder 11 Compute-Units, d.h. 192, 512 oder 704 Shader-Einheiten. Die TDP liegt bei 12 bis 25 Watt bzw. bei 35 bis 54 Watt, so dass die Hersteller je nach Anforderungen ihrer Systeme das passende Modell finden sollten.
Es handelt sich also weiterhin um APUs ähnlich der kürzlich eingeführten Ryzen 7 2700U und Ryzen 5 2500U für Notebooks, wobei AMD hier eher die Bezeichnung SoC verwendet.

Nach Angaben von AMDs Scott Aylor sind die Ryzen Embedded V1000 gedacht nicht nur für industrielle Anwendungen, sondern auch für die bildliche Medizintechnik, Kommunikationsinfrastrukturen und auch Casino-Geräte bzw. Gaming-Maschinen.

Ein Beispiel ist die mobile „Smach Z“ Spielkonsole, die aus dem bislang nie erschienenen „Steam Boy“ von vor einigen Jahren hervorgegangen ist. Der Hersteller hat schon bestätigt, einen AMD Ryzen Embedded V1000 Chip für die Smach Z zu verwenden und nach bisherigen Berichten soll es sich um eine der APUs mit 12 bis 25 Watt TDP handeln. Außerdem proklamierte das Smach-Team 2018 als „das Smach-Jahr“, so dass nach etlichen Finanzierungsrunden zu hoffen ist, dass diese Handheld-Konsole bald zu haben sein wird.

Smach Z Prototyp

Quelle: AMD

Frank Schräer

Herausgeber, Chefredakteur und Webmaster

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