Elephone U Pro im Test: Ernsthafte Konkurrenz für Xiaomi - Seite 5

6"-Smartphone mit Curved-Glas, Snapdragon 660 und 6/128 GByte für ca. 369 Euro

Anzeige

ELE-UI und sonstige Anmerkungen

Elephones ELE-UI, basierend auf Android 8.0 alias Oreo, ist anfangs gewöhnungsbedürftig. So weichen die Onscreen-Tasten sehr vom gewohnten Android-Look ab. Auch die Ikons im Betriebssystem irritieren auf den ersten Blick und unterscheiden sich stark von der Standard-Oberfläche oder auch den Überzügen der Konkurrenz.
Als Beispiel nutzt Elephone für die Einstellungen etwa nicht das etablierte Zahnrad, sondern ein Ikon, das eher einer Art Schalter ähnelt. Das Symbol für die Kamera wiederum sieht eher wie das Kullerauge eines Teddybärs aus.

Worauf es ankommt, das haben wir ja auch schon im Bereich zur Leistung angemerkt, ist natürlich auch die Performance. ELE-UI läuft wirklich flüssig, verzichtet weitgehend aus überflüssige Spielereien und Animationen und ist nach der ersten Eingewöhnungsphase gut bedienbar.

Der Fingerabdruckscanner an der Rückseite mag zwar ungünstig platziert sein, reagiert aber trotz der geringen Größe präzise und zuverlässig. Fehlerkennungen kamen bei uns nur in Ausnahmefällen vor. Auch der Lautsprecher des Elephone U Pro sei an dieser Stelle kurz erwähnt. Denn Stereo bietet das Smartphone zwar leider nicht, aber trotzdem erzeugt der Speaker für ein mobiles Endgerät einen durchaus akzeptablen Bass. Hier haben wir jedenfalls – gerade von Importgeräten aus China – schon vielfach schlechtere Ergebnisse hören müssen.

Telefonie? Klar, man kann mit dem Elephone U Pro auch telefonieren, kaum zu glauben. Besonderheiten blieben in unserem Testzeitraum aus: Unsere Gesprächspartner verstanden uns stets glänzend und auch wir hörten die andere Seite klar und deutlich. Dank LTE-Band 20 hat das Elephone U Pro zudem hierzulande freie Fahrt für schnelle, mobile Internetverbindungen.

Spannend wird es, wenn man Updates vornehmen will. Hier schaltet das Elephone U Pro auf chinesische Release-Notes. Da kann man nur vertrauen und installieren. Eine verzeihliche Macke, die aber vermeidbar gewesen wäre.

Einen ähnlichen Sprachenmix erblickt man manchmal in den Menüs – siehe Screenshot zu den LED-Einstellungen.

Vielleicht sollten wir aber noch etwas zur Akkulaufzeit festhalten? Das Elephone U Pro setzt auf einen Akku mit 3.550 mAh. Am Stück sind, je nach Anwendungszenarien, Laufzeiten von acht bis zehn Stunden drin, wenn der Bildschirm stets aktiv ist. Wer aber natürlich zockt, kann den Akku auch deutlich schneller leersaugen – gerade bei Augmented-Reality-Spielen, welche auch GPS benötigen. Über den Tag bringt das Elephone U Pro aber wohl so gut wie jeden Nutzer. Zumal sich das Smartphone sowohl wahlweise über drahtlose Qi-Technik (langsam) oder aber über Quick-Charge (schnell) aufladen lässt.

André Westphal

Redakteur

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.