Snapdragon 8150 schlägt Kirin 980 & Apple A12

Antutu Benchmarks & angeblich neue Chip-Architektur von Qualcomms neuem SoC

Nachdem diese Woche zunächst einige Details zum kommenden Snapdragon 8150 High-End Mobilchip von Qualcomm aufgetaucht waren, gibt es nun Ergebnisse des Antutu Benchmarks. Diese übertrumpfen nicht nur die früheren Geekbench-Resultate, es wird zudem eine neue Kern-Architektur genannt, die vom bisherigen 4+4 Schema abweicht.

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Qualcomm setzte in der jüngeren Vergangenheit auf vier High-End Kerne für anspruchsvolle Apps bzw. Games und vier energieeffiziente Kerne für alltägliche Aufgaben, die weniger Strom benötigen und damit den Akku nicht so schnell leer werden lassen. Diese Kerne sind jeweils gleich getaktet, aber nun scheint der Snapdragon 8150 eine 1+3+4-Architektur zu verwenden. Es werden weiterhin vier High-End und vier energieeffiziente Kerne verwendet, aber einer der High-End Kerne läuft mit höherem Takt als die anderen. Die Quelle aus China berichtet von einem ARM Cortex-A76 Kern bei 2,84 GHz, drei weiteren Cortex-A76 mit 2,4 GHz und den gewohnten vier Cortex-A55 bei 1,78 GHz. Diese Architektur wird von ARM bereits seit dem Cortex-A75 unterstützt und wird ‚DynamIQ‘ genannt, wenn die gleichen Kerne unterschiedlich getaktet werden.

Das Ergebnis dieser Architektur kann sich sehen lassen, wenn man den Ergebnissen des Antutu Benchmarks glaubt. Mit einem Resultat von 362.292 Punkten schlägt der Snapdragon 8150 nicht nur den HiSilicon Kirin 980 der Huawei Mate 20 Serie mit über 30 Prozent Vorsprung, sondern auch den Apple A12 Bionic vom iPhone Xs, wenn auch knapp mit etwa 2,5 %.

Außerdem bemerkenswert ist der von Antutu genannte Grafikwert des Snapdragon 8150, denn dieser ist 20 % höher als von der Adreno 630 GPU des Snapdragon 845, dem aktuell leistungsstärksten Mobilchip von Qualcomm.

Da all diese Zahlen aber noch nicht bestätigt werden können, sollten wir diese noch mit Vorsicht betrachten. Im Dezember soll Qualcomm den Snapdragon 8150 offiziell vorstellen, spätestens dann werden wir mehr wissen.

Quelle: Weibo

Frank Schräer

Herausgeber, Chefredakteur und Webmaster

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