HolyHigh TWS-i7 & Muzili TWS-x9 im Test: Einstieg in True Wireless - Seite 3

Komplett kabellose Kopfhörer kosten jeweils nur ca. 50 Euro

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HolyHigh TWS-i7 im Praxistest

Wer Kopfhörer zum Sport sucht, benötigt Earwings für den besten Halt. Da sind z.B. die Jaybird Run oder die Jabra Elite Sport tolle Lösungen, die wir empfehlen könnten. Beide bieten abnehmbare Silikon-Earwings in verschiedenen Größen. Bei den HolyHigh TWS-i7 sind die Wings aus Plastik hingegen fest integriert. Da muss man also Glück haben, dass alles so passt.

Das Einschalten der Kopfhörer ist umständlicher als bei der Konkurrenz: Muss man etwa die Jabra-Modelle nach dem Öffnen der Ladeschachtel nur entnehmen und sie verrichten sofort ihren Dienst, so ist hier das manuelle Anschalten durch langen Druck auf die Mitte der Oberfläche notwendig. Auch Ausschalten sollte man die Earbuds auf diese Weise – beide Buds müssen zudem jeweils separat an- und ausgeschaltet werden. Da geht also im Vergleich zur Konkurrenz etwas Bequemlichkeit verloren.

Die Musikwiedergabe kann man, steuert man nicht direkt am Smartphone, auch direkt an den Ohrhörern starten und pausieren. Das funktioniert über das einmalige Antippen der Oberfläche – egal ob am linken oder rechten Stöpsel.
Während des Tragens sollte man nur aufpassen. Denn rückt man die Kopfhörer zurecht, kann es leicht geschehen, dass man versehentlich die Wiedergabe pausiert. Wiederum erhöht das zweimalige Antippen kurz nacheinander am linken Earbud die Lautstärke schrittweise. Überschreitet man das Maximum, schalten die Earbuds erst auf stumm und anschließend wieder von Anfang an hoch.

Zweimaliges kurzes Antippen des rechten Earbuds schaltet ein Lied zurück. Diese Bedienung funktioniert per se, hat aber ihre Tücken. Denn so muss man die Lautstärke an den Earbuds komplett durchschalten, will man eigentlich nur einen Tick leiser machen. Auch lässt sich so leider kein Lied zurückspringen, es sei denn, man zieht eben doch das Smartphone aus der Tasche. Letzteres dürfte man auch für Telefonate zücken. Zwar verfügen die HolyHigh TWS-i7 über ein Mikrofon zum Telefonieren und man versteht sein Gegenüber ganz normal, die Sprachqualität des Mikros ist aber recht bescheiden. Im Test hörten wir von unseren Gesprächspartnern jedenfalls bei jedem Telefonat Beschwerden und ständige Nachfragen zu unseren Aussagen.

In unserem Fall war der Sitz der TWS-i7 gut, für den Sport aber etwas zu locker. Hier wird man beim Joggen definitiv einige Male nachjustieren müssen. Fürs Einkaufen oder den Spaziergang ist aber alles im Rahmen. Der Klang wiederum entspricht dem Preis und kann keinesfalls mit teureren Modellen mithalten. Wer etwa die TWS-i7 nur kurz mit den uns ebenfalls vorliegenden Jabra Elite 65t active vergleicht, bewegt sich in verschiedenen Welten. Das spiegelt sich aber eben auch in den Verkaufspreisen wieder.

So klingen die TWS-i7 im Bassbereich sehr schwach auf der Brust. Der Klang betont die Mitten stark und wirkt dadurch recht matschig bzw. undifferenziert. Dabei erreichen die TWS-i7 aber recht hohe Lautstärken und verzerren selbst dann nicht. Beeindruckt sein dürfte aber niemand von dem gebotenen Klang. Andererseits geht das Ergebnis in Ordnung, wer sonst ohnehin recht günstige Kopfhörer nutzt und nun einfach auf komplett kabellos umsteigen möchte. Wer ohne zu große Ansprüche an den Klang hat, der dürfte zufrieden sein.

Bleibt zu erwähnen, dass die Ränder der Kopfhörer durch einen LED-Ring im Betrieb leuchten. Dadurch fallen die Kopfhörer mehr auf, als sich das manch einer vielleicht wünscht. Andererseits ist so für jeden auf Anhieb erkennbar, warum die Aufmerksamkeit des Musikhörers eventuell eingeschränkt ist.

André Westphal

Redakteur

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