Erste Details zur nächsten PlayStation

Spielkonsole mit AMD "Zen 2" CPU, 'Navi' Grafik und SSD wohl Ende 2020

Die PlayStation 4 ist mittlerweile mehr als fünf Jahre alt und obwohl mit der PS4 Pro 2016 ein verbessertes Upgrade erschien, wird es bald Zeit für die nächste Version der Spielkonsole von Sony. Jetzt hat der für die nächste PlayStation verantwortliche Chefentwickler in einem Interview erstmals offiziell Infos verraten, aber uns gleichzeitig auf das nächste Jahr vertröstet.

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Nach Angaben von Mark Cerny steht der offizielle Name der nächsten PlayStation noch nicht fest. Da es sich um die fünfte Generation handelt, gehen wir bislang von „PlayStation 5“ aus und werden sie bis zur offiziellen Namensgebung noch PS5 nennen.

Die PS5 wird laut Cerny wie die PS4 weiterhin auf Hardware von AMD basieren, nutzt aber ein auf Sony bzw. die Spielkonsole angepasstes System-on-Chip (SoC) mit acht „Zen 2“ Prozessorkernen und wird in 7-Nanometer-Technik gefertigt – wie die für Mitte diesen Jahres erwarteten Ryzen CPUs der dritten Generation. Für die PlayStation 4 kommt noch ein SoC von AMD mit den mittlerweile veralteten ‚Jaguar‘ CPU-Kernen zum Einsatz, die im Computerbereich vorwiegend in energieeffizienten und auf lange Akkulaufzeit bzw. extreme Mobilität ausgerichteten, leichen und flachen Notebooks verwendet wurden. Angesichts dieser Prämisse ist es eigentlich erstaunlich, was AMD und Sony hier aus der PS4 herausgeholt haben.

Die integrierte, spezielle Grafikeinheit wird aus der „Radeon Navi Familie“ kommen und 8K-Ausgabe sowie Raytracing unterstützen. Ob es sich hierbei um Echtzeit-Raytracing in akzeptablen Bildwiederholraten handelt, wird allerdings nicht ausgeführt. Hier müssen wir mindestens noch abwarten, bis AMD seine ‚Navi‘ Generation von Grafikkarten später in diesem Jahr präsentiert. Außerdem soll „3D Audio“ in das SoC integriert worden sein, mit dem man nicht nur Sound von rechts oder links vernehmen kann, sondern sogar von oben.

Als besonderen Unterschied der PS5 zu vorherigen Generationen hebt Cerny den Einsatz eines Solid State Drives (SSD) statt einer herkömmlichen Festplatte hervor, die mittlerweile für zu lange Ladezeiten und Spielunterbrechungen führt. Diese SSD soll sogar schneller sein als bislang in PC-Systems eingesetzte SSDs, aber weitere Details wurden nicht verraten.

Erfreulich, aber wenig überraschend ist, dass die PS5 zur bisherigen PlayStation 4 kompatibel ist und es weiterhin Spiele auch zum Anfassen geben wird, also nicht nur digitale Games per Download. PS4-Spiele werden also darauf laufen und auch „Sony PlayStation VR„, das Virtual-Reality-Headset für die PS4, wird unterstützt. Allerdings rechnet man damit, dass es auch vom VR-Headset über kurz oder lang eine neue Version geben wird.

Einen Termin für die Einführung der nächsten PlayStation wollte Cerny leider nicht verraten, aber er erklärte, dass die neue Spielkonsole definitiv nicht in diesem Jahr kommen wird. Aus Taiwan wird allerdings uner Berufung auf ungenannte Quelles aus der Branche berichtet, dass die neuen AMD-Chips für die PS5 im dritten Quartal 2020 marktreif sein sollen. Man darf deshalb wohl davon ausgehen, dass die nächste PlayStation zum Weihnachtsgeschäft nächsten Jahres erhältlich sein wird.

Quelle: Wired

Frank Schräer

Herausgeber, Chefredakteur und Webmaster

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