Xiaomi Mi 9T im Test: Mittelklasse-Smartphone mit allem was man braucht - Seite 2

Der chinesische Preisbrecher legt die Messlatte im Midrange-Segment erstaunlich hoch

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Ausstattung & Verarbeitung

Das Xiaomi Mi 9T steht in Sachen Verarbeitung deutlich hochpreisigeren Smartphones in absolut nichts nach. So wirkt das Gerät mit seiner Glas-Vorder- und Rückseite sehr edel. Allerdings zieht die Rückseite natürlich Fingerabdrücke magisch an und dürfte einen Sturz kaum heil überstehen. Der Kauf einer stabilen Schutzhülle sollte also Pflicht sein. Zwar liegt im Lieferumfang ein Exemplar bei, das den Standard-Hüllen des Xiaomi Mi Mix sehr ähnelt, es schützt aber nur die Rückseite und nicht den Screen, da das Case vorne nicht ausreichend übersteht, um im Falle des Falles zu polstern.

Der sonstige Lieferumfang ist der übliche Standard: eine SIM-Nadel, eine Kurzanleitung, ein Netzteil, ein passendes Kabel für USB Typ-C und die bereits erwähnte Schutzhülle. Das Xiaomi Mi 9T behält im Gegensatz zum Mi 9 noch den Port für 3,5-mm-Audio bei, deswegen muss kein entsprechender Adapter beiliegen.

Wie bereits erwähnt ist das Mi 9T erstklassig verarbeitet und erinnert in diesem Bezug dann eben doch sehr an das Mi 9: Das Gehäuse ist sehr schlank. An der Vorderseite können die Chinesen sogar auf einen Notch verzichten, weil eine herausfahrbare Pop-Up-Kamera für Selfies integriert ist. Jene fährt sich mit einem auswählbaren (und abschaltbaren) Soundeffekt heraus bzw. wieder ein. Auch ein kleiner Beleuchtungseffekt ist integriert.

An der rechten Seite des Mi 9T sitzen die Lautstärkewippe und der Power-Button. Links, wo etwa beim Mi 9 eine zusätzliche Taste für den Google Assistant und andere Shortcuts wartet, befindet sich beim Mi 9T nur der glatte Rahmen. Denn der SIM-Karten-Slot sitzt an der Unterseite des Geräts neben dem Port für USB Typ-C. Oben hingegen befinden sich die herausfahrbare Pop-Up-Kamera und der Anschluss für 3,5-mm-Klinke.

Kritipunkte? Schön wäre Stereo-Sound gewesen, stattdessen gibt es für die Multimedia-Wiedergabe nur den Lautsprecher an der Unterseite, der obere bleibt inaktiv und steht nur bei Telefonaten stramm. Auch ist die Pop-Up-Kamera natürlich aufgrund ihrer Mechanik ein zusätzliches Verschleißteil, dessen Langlebigkeit sich ad hoc schwer beurteilen lässt. Sonst dürfte aber selbst der skeptischste Nutzer am Xiaomi Mi 9T äußerlich kaum etwas zu beanstanden finden.

André Westphal

Redakteur

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