Ryzen 5 5600X zeigt hohe 1-Kern-Performance

AMD "Zen 3" CPU bei PassMark schneller als Ryzen 5 3600X & Core i7-10900K

Die neuen AMD Ryzen 5000 Desktop-CPUs auf Basis der „Zen 3“ Mikroarchitektur sollen ab nächster Woche erhältlich sein und dann gibt es auch erst Testberichte, aber jetzt listet PassMark den Ryzen 5 5600X bereits bei seinen CPU-Benchmarks. Dabei kann sich die 6-Kern-CPU uneingeschränkt an die Spitze setzen – nicht nur vor seinem direkten Vorgänger, sondern auch vor High-End Intel CPUs.

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Der AMD Ryzen 5 5600X ist der erste „Zen 3“ Prozessor bei PassMark und erreicht fast 3500 Punkte im „CPU Mark“, wo die Performance eines einzelnen Threads gemessen wird. Damit ist der 5600X nicht nur 23 Prozent schneller als der Ryzen 5 3600X aus der „Zen 2“ Generation mit ebenfalls sechs Kernen und fast gleichen Taktraten (3,8/4,4 statt 3,7/4,6 GHz), sondern liegt auch 10 % vor dem bisherigen Spitzenreiter in dieser Disziplin, dem Intel Core i9-10900K mit zehn Kernen, 3,7 GHz Basistakt und bis zu 5,3 GHz Turbo-Boost aus der im April eingeführten „Comet Lake“ Generation.

Dieser Benchmark-Eintrag zeigt gleich mehrere Dinge. Zum Einen ist die „Zen 3“ Mikroarchitektur in der Tat rund 15 bis 20 % schneller als die „Zen 2“ CPUs und zum Anderen hat AMD bei der Einzelkern-Performance nach etlichen Jahren nicht nur aufgeholt gegenüber Intel, sondern überholt den Marktführer in dieser Disziplin sogar. Und wenn die High-End Ryzen 5000 CPUs mit höheren Frequenzen bei PassMark getestet werden, dürfte AMD den neuen Vorsprung sogar ausbauen.

AMD selbst hatte den Ryzen 5 5600X bei der offiziellen Vorstellung Anfang diesen Monats direkt mit dem Intel Core i5-10600K verglichen und sich dabei auf die Performance-pro-Dollar konzentriert, denn diese beiden 6-Kern-CPUs liegen mit 300 US-Dollar auf dem selben Preisniveau. AMD proklamierte hier Vorteile von 13 bis 20 %, aber eben nur beim Verhältnis von Leistung zu Preis, nicht bei der absoluten Performance – obwohl auch diese laut PassMark überlegen ist.

Der Test bei PassMark ist aber natürlich nur Teil der Gesamtleistung. Wie sich das auf die Performance in der Praxis auswirkt, werden wir spätestens nächste Woche erfahren, wenn die AMD Ryzen 5000 CPUs am 5. Novemer in den Handel kommen und unabhängige Testberichte erscheinen (dürfen).

Quelle: PassMark CPU-Benchmerk

Frank Schräer

Herausgeber, Chefredakteur und Webmaster

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