Xiaomi Pad 5 im Test - Seite 2

Kann das brandneue 11"-Tablet für 400 Euro überzeugen?

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Xiaomi Pad 5 im Detail

Oft ist der Ton bei Tablets nicht so gut wie das Display. Mit vier Lautsprechern und einer Größe von 16×20 mm versucht Xiaomi hier etwas mehr rauszuholen. Das gelingt auch. Für normale Videos reicht die Qualität aus, ohne etwas zu vermissen. Aber weder einen Film noch Musik kann man damit wirklich genießen – hier sind selbst günstige Kopfhörer immer noch überlegen.

Überzeugend ist auch der 8720 mAh große Akku, der mit 22,5 Watt geladen werden kann und locker mehr als 10 Stunden durchhalten kann. Wie üblich ist die Displayhelligkeit einer der wesentlichen Energiefresser, sodass die Nutzung am Abend deutlich sparsamer ist als mittags auf der Terrasse. Das passende 22,5-Watt-Ladegerät und USB-A auf USB-C Kabel liefert Xiaomi bei uns mit. Ein stärkeres Ladegerät haben wir ebenfalls getestet, aber es bleibt bei den rund 22 Watt Leistung zum Aufladen.

Xiaomi Pad 5 – Ladegerät

Für gelegentliche Schnappschüsse ist dann noch eine 13-Megapixel-Kamera auf der Rückseite vorhanden und als Webcam steht auf der Vorderseite eine 8-Megapixel-Kamera zur Verfügung. Videos werden bis 4K-Auflösung mit jeweils maximal 30 Bildern pro Sekunde aufgenommen. Für Videotelefonie ist das Tablet damit sehr gut gerüstet – im Garten sitzen und mit Freunden telefonieren wird bei der Größe schon fast zum Erlebnis.

Eingeschaltet wird das Tablet mit einem Taster auf der linken Seite. Die Stelle ist etwas ungewohnt. Auch die Lautstärkeregelung befindet sich am oberen linken Rand, so dass man mit der rechten Hand quasi keine Tasten bedienen muss. An der Unterseite befindet sich nur der Docking-Port für die Tastatur. Wir haben den optionalen Xiaomi Smart Pen und das Tastaturdock allerdings nicht für einen Test erhalten.

Auf der rechten Seite ist der USB-C Anschluss mittig untergebracht, der aber nur über USB 2.0 angebunden ist. Der Anschluss an einen Bildschirm ist so nicht möglich – was angesichts der guten Performance schade ist. Die Bedienung mit Tastatur und Maus über USB klappt problemlos, auch der Anschluss einer externen HDD oder SSD funktioniert, die Übertragungsrate liegt bei rund 30 Megabyte pro Sekunde.

WLAN ist bis 802.11ac an Bord und erreicht an meiner Fritz!Box 7590 eine Transferrate von bis zu 32 Megabyte/s im 5-GHz-Band. Dann verkommt der USB-C Anschluss zum reinen Ladeport. Aufgrund des 11 Zoll großen Displays sind die Ausmaße mit 255×166 Millimetern schon recht groß. Da es aber nur knapp sieben Millimeter dick und mit 511 Gramm auch nicht zu schwer ist, liegt es richtig gut in der Hand. Der Bildschirm hat einen Randabstand von rund neun Millimeter. Fehleingaben durch das Halten vom Tablet werden dadurch vermieden. Gerade auch mit Hülle sorgt ein etwas größerer Displayrand für eine angenehme Bedienung.

Xiaomi Pad 5 mit Displayschutzfolie und Silikonhülle


Marc Kaiser

Redakteur

3 Antworten

  1. Hans-Dieter sagt:

    SD Kartenleser kann man bei Bedarf über USB anschließen.
    Ansonsten hätte mich noch interessiert, ob ihr bei der EU Version auch Widevine L1 habt und damit Prime und Netflix in HD laufen.
    Optisch ist das Teil aber eine 1:1 Kopie des iPad Pro 11″, alle Tasten, Lautsprecher und die USB Buchse sitzen auch an der gleichen Stellen, lediglich die Pogo Pins sitzen an einer anderen Stelle.

    • Alex sagt:

      Widevide L1 hat es

    • Marc Kaiser sagt:

      Ja, den Kartenleser kann man über USB anschließen, genauso wie eine Festplatte ect. Aber bei einem so großen Tablet, wäre es schön, wenn man den Speicher direkt erweitern kann. Stört nicht jeden, sollte man aber wissen.
      Ich selbst habe kein Netflix oder Amazon Abo, kann daher leider nicht sagen, ob es wirklich funktioniert – und noch weniger, ob es immer funktionieren wird.

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