Wärmebildkamera Thermal Master P4 im Test - Seite 3

Führt optischer und Infrarot-Sensor schneller zum Ziel?

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Praxis

Wie auch schon bei der P3 zeigen wir euch hier ein paar Beispiele, was die Wärmebildkamera Thermal Master P4 bzw. die zugehörige Software leisten kann. Letztere ist bei der Kombination der beiden Sensoren noch wichtiger, denn letztlich entscheiden die Algorithmen, wie gut beide Bilder übereinander liegen.

Nicht nur der Infrarotsensor zwischen P3 und P4 ist identisch, auch die Möglichkeiten der Temperaturmessungen mit Linien, Kreisen, Punkten usw. sind gleich. Wer sich primär dafür interessiert, sollte sich den Test der Thermal Master P3 ansehen.

Als erstes Versuchsobjekt dient eine (Edelstahl-)Bratpfanne auf einem Induktionsfeld. Dabei fallen direkt zwei Dinge auf: Das Abstrahlverhalten ist alles andere als optimal, eine korrekte Temperatur über den Infrarotsensor zu messen ist fast unmöglich. Zum anderen sind die Kontraste zwischen Pfanne und Induktionsfeld hervorragend, sodass die Software die Kanten gut erfassen kann.

Es gibt insgesamt vier Bildmodi, die ihr auswählen könnt: Nur optisches Bild, nur Infrarot, eine Kantenerkennung im optischen Bereich, welche dann in das Infrarotbild übertragen wird, oder ein übereinander gelegtes Bild beider Sensoren, bei dem ihr die Gewichtung beider Bilder anpassen könnt. Die KI erkennt nicht immer die korrekte Entfernung zum Objekt und legt dadurch die Bilder nicht korrekt übereinander. Hier könnt ihr manuell eingreifen und anhand von markanten Bereichen die Kalibrierung durchführen.

Generell sind Kühlboxen immer ein schönes Anschauungsobjekt. Diesmal nutze ich die von uns getestete Ecoflow Glacier Classic für die Aufnahmen. Man sieht sehr schön, ob die Kühlbox Schwachstellen in der Isolierung hat bzw. wo sie Wärme abstrahlt. Erfreulich ist, dass sie scheinbar sehr gut Isoliert ist.

Im Gegensatz zu der vorherigen Aufnahme einer günstigen Kompressorkühlbox kann man bei der Glacier Classic keine einzelnen Kühlrohre auf den Aufnahmen erkennen. Wir wissen nicht, wie Ecoflow die Kühlung konstruiert hat, aber die Innenwände werden wesentlich gleichmäßiger gekühlt.

Was auf jeden Fall auffällt, ist ein Fehler in der Bildabspeicherung: Die Isotherme wird immer wie bei einem Hochkantbild abgespeichert, wodurch eventuell Teile von Messdaten nicht mehr lesbar sind. Das sollte sich aber durch ein Software-Update seitens des Herstellers beheben lassen.

Marc Kaiser

Redakteur

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