Kurios: Preiserhöhung der PlayStation 5 kurbelt die Verkaufszahlen an

Der Hintergrund ist dann allerdings nachvollziehbar

Klingt eigentlich widersprüchlich: Kürzlich hat Sony den Verkaufspreis der PlayStation 5 international erhöht. In Europa sind die Preise für alle Modellvarianten, auch die PS5 Pro, um 100 Euro gestiegen. Tatsächlich hat die Preiserhöhung aber die Verkaufszahlen ordentlich angekurbelt. Wie passt das zusammen? Die Erklärung ist simpel: Sony kündigte die Preiserhöhung rund eine Woche vor der eigentlichen Inkrafttretung an. Dieses Zeitfenster haben viele Gamer genutzt, um noch rasch zum alten Preis zuzuschlagen.

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Daten aus den USA des Marktforschungsunternehmens Circana zeigen, dass die PlayStation 5 kurz vor Eintreten der Preiserhöhung sowohl bei den verkauften Stückzahlen als auch den Umsätzen die besten Werte des Jahres 2026 erzielen konnte. Wer zuvor gezögert hatte, ließ sich also offenbar von Sonys Ankündigung überzeugen, noch schnell zuzuschlagen. Mancher Spieler hat da vielleicht auch schon den Launch von „GTA VI“ im November 2026 vor Augen gehabt.

Die Sony PlayStation 5 ist seit dem Launch im November 2020 bereits mehrfach teurer geworden. Zudem ist auch Shrinkflation in Kraft getreten, da der Hersteller den ursprünglich im Lieferumfang enthaltenen Ständer zur vertikalen Aufstellung inzwischen nur noch separat anbietet. Offiziell kostet die PlayStation 5 Digital Edition inzwischen 599,99 Euro – 200 Euro mehr als zur Veröffentlichung. Die PlayStation 5 mit optischem Laufwerk liegt aktuell bei 649,99 Euro. Und die PS5 Pro kostet satte 899,99 Euro.

Sony hat für die Preiserhöhung allgemein gestiegene Produktionskosten verantwortlich gemacht. Auch an dem Konsolenhersteller geht die Speicherkrise sicherlich nicht vorbei. Es ist jedoch auch nicht auszuschließen, dass der Konzern die Gelegenheit genutzt hat, um seine Margen zu steigern. Das ist von außen schwer einzuschätzen.

Quelle: Mat Piscatella (BlueSky)

André Westphal

Redakteur

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