Bericht: Apple prüft Chipfertigung bei Intel

Noch keine Bestätigung, aber Gerüchte über Apple-Chips von Intel verdichten sich

Ein Branchen-Insider berichtet, dass Apple sich in fortgeschrittenen Gesprächen mit Intel über die Nutzung des Fertigungsprozesses Intel 18A befindet. Apple soll demnach prüfen, ob sich ausgewählte „Apple Silicon“ Chips künftig auf Basis der neuen Intel-Fertigungstechnologie produzieren lassen. Eine offizielle Vereinbarung wurde bislang allerdings nicht bekanntgegeben.

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Der türkische Technikjournalist ist aber nicht der erste, der die mögliche Kooperation meldet. Bereits Mitte Mai berichtete ein bekannter Twitter-Leaker, dass Apple künftig wohl auch auf Intel-Fertigung setzt. Sollten die Berichte auf unterschiedlichen Quellen beruhen, darf man wohl von gesicherten Informationen ausgehen.

Für Intel wäre ein Auftrag von Apple von enormer strategischer Bedeutung. Das Unternehmen investiert seit Jahren Milliardenbeträge in den Ausbau seines Foundry-Geschäfts und möchte sich als ernsthafte Alternative zu etablierten Auftragsfertigern positionieren.

Der 18A-Prozess gilt dabei als Schlüsseltechnologie der kommenden Jahre. Intel sieht ihn als direkten Konkurrenten zu den modernsten Fertigungsverfahren anderer Branchenführer wie TSMC. Ein Kunde von der Größenordnung Apples würde nicht nur zusätzliche Umsätze generieren, sondern auch das Vertrauen weiterer potenzieller Foundry-Kunden stärken.

Ein Bild aus früheren Tagen: Der ehemalige Intel-Chef Paul Otellini bringt dem früheren Apple-Chef Steve Jobs einen CPU-Wafer

Sollten sich die aktuellen Berichte bewahrheiten, könnte Intel gleichzeitig an zwei wichtigen Fronten angreifen, nämlich der Stärkung des eigenen Produktportfolios durch eine mögliche Zusammenarbeit mit Nvidia für CPUs mit GeForce-Grafik sowie dem Ausbau des Fertigungsgeschäfts durch potenzielle Großkunden wie Apple.

Sowohl die Intel-Prozessoren mit integrierter Nvidia-Grafikeinheit als auch der Gewinn von Apple als Foundry-Kunde stellen Entwicklungen dar, die weit über einzelne Produkte hinausreichen und die Kräfteverhältnisse in den Märkten für Prozessoren, Grafikhardware und Halbleiterfertigung nachhaltig beeinflussen könnten.

Quelle: Erdi Özüağ @ X

Frank Schräer

Herausgeber, Chefredakteur und Webmaster

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