Viele Unternehmen sind aktuell von der Speicherkrise betroffen. Die Folge: Weil die Kosten für Arbeitsspeicher und Speicherplatz regelrecht explodiert sind, geben sie die Teuerung in Form von Preissteigerungen leider auch an die Endkunden weiter. Das betrifft so gut wie alle Produktkategorien. Kürzlich erhöhte Sony etwa den Preis der PlayStation 5 – und die Xbox Series X|S werden ab August teurer. Auch Apple hat bereits die Verkaufspreise seiner Macs, MacBooks und z. B. des Apple TV 4K massiv angehoben. Inzwischen sucht man nach Auswegen aus der Speicherkrise.
Laut aktuellen Berichten wägt der Hersteller aus Cupertino riskante Schachzüge ab. So befinde sich Apple derzeit in Verhandlungen mit den beiden chinesischen Zulieferern ChangXin Memory Technologies (CXMT) und Yangtze Memory Technologies (YMTC). Gerne würde man offenbar von diesen Anbietern Speicher beziehen. Das große Aber: Beide stehen auf der Liste 1260H des US-Verteidigungsministeriums, So sieht man die beiden Firmen als in direkter Verbindung mit dem chinesischen Militär an.
Der Handel mit Anbietern der Liste 1260H ist zwar nicht gänzlich untersagt, bringt aber natürlich Risiken für das Image von Apple mit sich und könnte auch die Aufmerksamkeit der US-Regierung auf die Angelegenheit ziehen. Es drohen also auch regulatorische Stolpersteine. Der Noch-CEO Tim Cook soll diesbezüglich allerdings präventiv mit der US-Regierung rund um Donald Trump bzw. dem Handelsministerium im Gespräch sein.
Die Angelegenheit zeigt, wie ernst die Speicherkrise auch für Apple ist, da der Konzern bereits derartig „gewagte“ Auswege in Erwägung zieht. Ob es dann am Ende wirklich zu einem Deal zwischen dem Hersteller aus Cupertino sowie ChangXin Memory Technologies (CXMT) und/oder Yangtze Memory Technologies (YMTC) kommen könnte, muss die Zeit zeigen.
Quelle: Bloomberg

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