SiS735-Chipsatz: ECS K7S5A - Seite 2

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Testsetup und Stabilität

Das ECS K7S5A bietet neben zwei 184-pin DDR-SDRAM-Sockel
auch zwei 168-pin SDRAM-Sockel. Wir haben die Leistungsfähigkeit beider
Interfaces getestet. Einerseits mit SDRAM-Bestückung gegen das Asus
A7V133 mit VIA KT133A-Chipsatz und andererseits gegen das MSI
K7T266Pro-R
(VIA KT266) mit DDR-SDRAM.

Folgende Komponenten kamen zum Einsatz:

  • AMD Athlon C 1,33GHz
  • 1 Modul 256MB DDR-SDRAM PC2100 Crucial CL2,5 bzw.
  • 1 Modul 256MB SDRAM PC133 Infineon CL2
  • Elsa Gladiac 511 Geforce2 MX400 mit 64MB SDRAM
  • 30GB UDMA100 Maxtor-Festplatte
  • 48x CD-ROM-Laufwerk Cyberdrive
  • Thermaltake Volcano II Prozessor-Kühler + Lüfter

Beide Speichermodule wurden mit einer Speicherlatenz von 2T
betrieben, um die maximale Performance aus den verwendeten
Speicherinterfaces zu holen. Das DDR-RAM-Modul von Crucial ist zwar nur
mit einer Latenz von 2,5T spezifiziert, lässt sich aber ohne Probleme mit
2T betreiben.

Folgende Softwareausstattung und Treiberversionen kamen zum Einsatz:

  • Microsoft Windows 2000 Service Pack 2 deutsch
  • DirectX V8.0a
  • VIA Chipsatz-Treiber 4-in-1 V4.34v (VIA-Mainboards)
  • AGP und UDMA-Treiber V1.07 (SiS-Mainboard)
  • Grafikkartentreiber: nVidia Detonator 4 V21.83 WHQL
  • VSync Off mittels Powerstrip V2.78
  • Bildschirmauflösungen wenn nicht anders angegeben: 1024×768 32Bit 100Hz Bildwiederholfrequenz

Die Mainboards mussten folgende Benchmarks durchlaufen:

  • SiSoft Sandra 2001 CPU, Multimedia und Memory-Benchmarks
  • Quake3 Arena Demo V1.11 demo001 „Fast“ und „High“
  • Unreal Tournament V4.36 „utbench“
  • Ziff Davis Content Creation und Business Winstone 2001
  • Mad Onion 3DMark2000 V1.1 (vollständigkeitshalber)
  • Vulpine GLMark V1.1p

Das K7S5A musste alle Benchmarks mehrere Male über Stunden hinweg durchlaufen. Das ECS-Mainboard zeigte sich dabei überaus stabil und gab sich niemals eine Blöße.
Alle – teilweise mehrere Stunden dauernde – Tests wurden ohne Abstürze,
Einfrieren oder Blue-Screens durchlaufen. Auch die Aktivierung von
Fast-Writes und Sidebanding machten dem Mainboard in Verbindung mit der
nVidia Geforce2-MX400-Grafikkarte keine Probleme, alle Benchmarks liefen
stabil.

Auch das ECS K7S5A untersuchten wir auf Schummeleien
bezüglich der Taktung des FSB (Front Side Bus). Viele Mainboard-Hersteller haben sich zur Unsitte
gemacht, den FSB (Front Side Bus) minimal über den Spezifikationen zu betreiben, um sich Vorteile in Benchmarkcharts zu verschaffen und vorderste
Plätze zu belegen. Das K7S5A bewies dann auch, dass es sich innerhalb der Spezifikationen bewegte. Im Gegenteil, es lief mit 132.77 MHz etwas unterhalb des Standardtaktes von 133.33 MHz. WCPUID bescheinigte uns deshalb auch nur einen
CPU-Takt von effektiv 1327.68 MHz anstatt der regulären 1333.33 MHz. Die anderen beiden, zu Vergleichszwecken herangezogenen Mainboards hielten sich nicht ganz an die Spezifikationen und übertakten den Prozessor von Hause aus. Das Asus A7V133 lief mit 134.30MHz, das MSI K7T266Pro-R mit
133.81MHz.


WCPUID ECS K7S5A
WCPUID Feststellung FSB-Takt ECS K7S5A

Zur Stabilität bleibt noch zu Erwähnen, das BIOS-Updates nicht immer ganz unproblematisch sind.
Einerseits muss penibel darauf geachtet werden, welche Mainboard-Version man
besitzt (mit oder ohne Netzwerkunterstützung), andererseits gibt es eine
Serie von Mainboards, die während des Flashvorgangs abstürzen. Laut
ECS-Support betrifft dies eigentlich nur Mainboards, die nicht in den Handel
geraten sind und nur der Presse als Vorserien-Exemplare zur Verfügung
standen.
Unser Testexemplar stammt allerdings aus dem freien Handel und verabschiedete
sich beim ordnungsgemäßen flashen des BIOS. Einzig ein Workaround, welches
uns der ECS-Support zur Verfügung stellte, ließ das Mainboard wieder zu
Leben erwachen.

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