PowerColor Radeon X1600 Pro 512MB AGP

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Einleitung

Neue Grafikkarten kommen derzeit fast ausschließlich für den PCI Express Bus auf den Markt. Die Grafikchip- und Kartenhersteller haben in diesem Fall vorrangig die PC-Hersteller und Käufer von Komplettsystemen im Fokus, denn neue PCs werden heute fast zu 100% auf PCIe-Basis gebaut. So hat ATI z.B. bei der Radeon X1000 Serie, mit der der kanadische Hersteller erstmals das Shader Model 3 unterstützt, nur zögerlich mit der Einführung von AGP-Modellen begonnen. Derzeit gibt es lediglich die X1300 AGP im Einsteiger-Bereich und die X1600 Pro im Mainstream-Segment. Von letzterer haben wir ein Exemplar von PowerColor getestet.


PowerColor X1600 Pro 512MB AGP

Die Frage bei diesem Test war, ob sich die Aufrüstung eines älteren AGP-Systems mit dieser Radeon X1600 Pro Grafikkarte noch lohnt. Zu diesem Zweck wurden die mittlerweile alten, aber in der Vergangenheit sehr beliebten GeForce4 Ti4200 und Radeon 9800 Pro Grafikkarten zum Vergleich herangezogen.
In ihrem Preisbereich um 150 Euro konkurriert die Radeon X1600 Pro mit der sehr erfolgreichen GeForce 6600 Serie von nVidia. Deshalb wurden auch ein GeForce 6600 GT und ein GeForce 6600 Modell in den Test einbezogen.

Hier ein Überblick über die Spezifikationen der Radeon X1600 Pro AGP und der Vergleich mit der GeForce 6600 Serie:

Grafikkarte Radeon
X1600 Pro
GeForce
6600 GT
GeForce
6600
Grafikchip RV530 NV43 NV43
Fertigungsprozess 90nm 110nm 110nm
Transistoren 157 Mio. 143 Mio. 143 Mio.
Rendering Pipelines 4 8 8
Pixel Shader Einheiten 12 8 8
Vertex Shader Einheiten 5 3 3
Chiptakt 500 MHz 500 MHz 300 MHz
Speichertakt 400 MHz 450-500 MHz 250-300 MHz
Shader Model 3.0 3.0 3.0
Speicherschnittstelle 128bit 128bit 128bit
Speicher 256/512 MB 128/256 MB 128/256 MB
Schnittstelle AGP AGP AGP

* Der Grafikspeicher wird real mit dieser Taktfrequenz angesprochen. Durch die Double Data Rate (DDR) Technologie verdoppelt sich aber praktisch der Datendurchsatz, so dass man oft von der doppelten Taktfrequenz als dem („effektiven“) Speichertakt spricht (z.B. von 1000 statt 500 MHz bei einer GeForce 6600 GT).

Der große Unterschied bei diesem ATI Grafikchip gegenüber der Architektur von nVidia ist die Trennung von Pixel-Pipelines und Pixel Shader Engines. Bei der Radeon X1600 Pro beschränkt man sich auf vier Pipelines und damit auf eine relativ geringe Rohleistung. Dafür hat ATI drei Pixel Shader Einheiten pro Pipe implementiert, so dass moderne Spiele, die Pixel Shader intensiv nutzen, davon profitieren. Wie sich das in der Praxis und im Vergleich mit der GeForce 6600 GT auswirkt, werden die Benchmarks klären.

Frank Schräer

Herausgeber, Chefredakteur und Webmaster

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