GeForce GTX 470 - Seite 6

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Taktraten, Probleme & Overclocking

Bei der GeForce GTX 470 sind Chip- und Shader-Takt wie bei der vorherigen Generation nicht gleich (wie bei AMD). Sie sind allerdings auch nicht unabhängig voneinander. Der Chiptakt beträgt mit 607 MHz genau die Hälfte der Frequenz der CUDA-Core-Domain (1215 MHz). Der Speichertakt liegt bei 837 MHz, wird aufgrund der Verwendung von GDDR5 aber vielfach mit 1674 MHz oder sogar 3348 MHz angegeben.
Im Desktop-Betrieb bzw. bei keiner Belastung werden diese Frequenzen wie gewohnt stark reduziert, um den Stromverbrauch zu senken. Hier sind es 50/101/130 MHz für Chip, Shader und Speicher.
Beim Anschluss von mehr als einem Monitor werden die Taktraten bekanntlich nicht so weit abgesenkt. Bei der GeForce GTX 470 liegen sie dann bei 405/810/837 MHz.

Bilder

Infos von GPU-Z

Hardware-Monitoring

2 TFTs angeschlossen

System-Infos vom GeForce-Treiber

Die Chiptemperatur der GeForce GTX 470 beträgt im Desktop-Betrieb (Idle) nur 45°C (abhängig vom Gehäuse und dessen Durchlüftung natürlich). Die Karte bleibt hier also recht kühl. Unter Last steigt die Temperatur allerdings trotz dann lautem Lüfter auf satte 93°C an und liegt damit nicht mehr weit vom kritischen Bereich über 100°C entfernt. Ab 105°C setzt automatisch das sogenannte ‚Throttling‘ ein und die Karte taktet sich selbst herunter, um Schäden zu vermeiden. Davor sollte einen allerdings auch die automatische Lüftersteuerung bewahren, wenn auch auf Kosten der Geräuschentwicklung.
Beim Betrieb mit mehr als einem Monitor ist die Temperatur des Grafikchips allerdings deutlich höher, weil die Taktraten der Grafikkarte nicht mehr so weit abgesenkt werden. Statt 45°C haben wir mit zwei Monitoren im Desktop-Betrieb enorme 87°C registriert – fast das doppelte! Dabei läuft der Lüfter aber immer noch mit 1500 Upm, wird also immerhin nicht lauter.

Mit externen Tools wie MSI Afterburner oder EVGA Precision kann die Lüftergeschwindigkeit auch manuell eingestellt werden. So haben wir den Lüfter auf 1100 Upm gebracht (30 statt 40 %), so dass dieser nur noch leicht hörbar ist. Die Chiptemperatur lag damit bei rund 57°C, was noch einigermaßen akzeptabel ist für eine so leise Kühlung. Für den Betrieb von zwei Monitoren ist diese Lüftereinstellung aber nicht geeignet.


GeForce GTX 470

Probleme
Für eine neue Grafikkartengeneration mit neuer Architektur traten beim Test der GeForce GTX 470 dann doch relativ wenig Probleme auf: erstaunlicherweise gab es Abstürze bzw. selbständige Systemneustarts zweimal beim 3DMark Vantage, kurz bevor die Tests im Profil ‚High‘ abgeschlossen waren, und dann beim dafür recht anfälligen Resident Evil 5, das mehrfach einfach stehen blieb. Allerdings hatten wir hier öfter mal Schwierigkeiten mit ATI Radeon Grafikkarten und nicht bei GeForce-Modellen, was nicht verwundert, schließlich gehört dieses Spiel zu den mit Hilfe des „The Way It’s Meant To Be Played“ Programms von Nvidia entwickelten Titeln.

Overclocking


GeForce GTX 470 übertaktet

Bisherige Systemprogramme erkennen die GeForce GTX 470 noch nicht korrekt, aber im Laufe der Woche lieferte Nvidia das Overclocking-Tool EVGA Precision in einer speziellen Version für die neuen Grafikkarten nach. Damit konnte die GTX 470 von 607/1215/1674 MHz auf sehr ordentliche 680/1360/2000 MHz übertaktet werden, ohne dass selbst im Dauerbetrieb Abstürze oder Bildfehler auftraten. Dies entspricht einer Takterhöhung von 12 bzw. 20 Prozent.
Im 3DMark Vantage (Extreme Profil, GPU Wert) wurden so 7921 Punkte erreicht. Das sind 13 % mehr als mit Standard-Taktraten.

Frank Schräer

Herausgeber, Chefredakteur und Webmaster

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