GeForce GTX 470 - Seite 16

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Tests: DirectX 11, CUDA & PhysX

Nvidia betont bei seiner neuen Generation gern die Vielseitigkeit und die vielen Features abseits von Gaming. Deshalb haben wir zusätzlich eine Reihe kleinerer Einzeltests mit der GeForce GTX 470 durchgeführt. Zu Beginn gehts aber nochmal um Spiele, in diesem Fall das brandneue Metro 2033 unter DirectX 11. Getestet wurde mit 16-facher anisotroper Filterung im Modus ‚High‘. Bei ‚Very High‘ sind die Bildwiederholraten selbst auf High-End-Grafikkarten einfach zu niedrig und manchmal ist das Spiel dann sogar im Menü unbedienbar.

Metro 2033

Intel Core i7 965, Intel X58, 6 GByte, Windows Vista

1680×1050
GeForce GTX 470
Radeon HD 5850
36,2
31,5
1920×1200
GeForce GTX 470
Radeon HD 5850
27,7
25,3

Metro 2033 – FSAA 4x

Intel Core i7 965, Intel X58, 6 GByte, Windows Vista

1680×1050
GeForce GTX 470
Radeon HD 5850
28,5
22,8
1920×1200
GeForce GTX 470
Radeon HD 5850
22,4
15,3

In Metro 2033 kann die GeForce GTX 470 die Radeon HD 5850 recht komfortabel hinter sich lassen, vor allem bei Full-Scene Anti-Aliasing. Allerdings sind die Bildwiederholraten bei beiden Karten so niedrig, dass das Game nicht wirklich spielbar ist.

Ganz neu ist die Version 2.0 des Unigine Heaven Benchmarks, der DirectX 11 unterstützt und auf einer Game-Engine beruht, die allerdings noch so gut wie gar nicht im praktischen Einsatz ist. Der Test verwendet in hohem Maße Tessellation, so dass die GeForce GTX 470 im Vorteil sein müsste, wenn es nach den Aussagen von Nvidia geht. Getestet wurde in 1680×1050 mit Tessellation natürlich aktiv.

Unigine Heaven

Intel Core i7 965, Intel X58, 6 GByte, Windows Vista

1680×1050
GeForce GTX 470
Radeon HD 5850
40,5
31,8

Im Unigine Heaven Benchmark ist die GeForce GTX 470 rund 27 Prozent schneller als die Radeon HD 5850.

In eine andere Richtung geht der Benchmark mit dem Spiel Dark Void. Hier dreht sich alles um PhysX, die Grafikchip-beschleunigte Physikbeschleunigung. Getestet wurde in 1920×1200, verglichen wurde mit der GeForce GTX 285, einmal mit und einmal ohne PhysX, um den Unterschied der PhysX-Beschleunigung deutlich zu machen.

Dark Void

Intel Core i7 965, Intel X58, 6 GByte, Windows Vista

PhysX Low
GeForce GTX 470
GeForce GTX 285
57,7
40,0
PhysX Off
GeForce GTX 470
GeForce GTX 285
165,6
152,2

Zunächst muss man festhalten, dass Dark Void enorm an Leistung verliert, wenn man PhysX aktiviert. Ob dem Spieler es das überhaupt wert ist?
Auf der anderen Seite kann man sehen, dass die GeForce GTX 470 PhysX sehr viel schneller verarbeiten kann als die GTX 285. Ohne PhysX ist die 470 ’nur‘ 9 % schneller als die 285, mit PhysX beträgt der Vorsprung aber satte 44 Prozent.

Dieses Ergebnis wird auch vom Nvidia-eigenen „Raging Rapids Ride“ bestätigt, einem speziellen Demoprogramm für PhysX, bei dem ein kleines Boot durch einen schmalen Fluss fährt (und springt). Auch hier wurde in 1920×1200 gemessen.

Raging Rapids Ride

Intel Core i7 965, Intel X58, 6 GByte, Windows Vista

1920×1200
GeForce GTX 470
GeForce GTX 285
47,0
26,5

In diesem kleinen Testprogramm ist die GeForce GTX 470 sogar 77 % schneller als die 285.

Folding@Home dürfte den meisten PC-Enthusiasten bekannt sein. Damit kann man Wissenschaftlern bei der Erforschung des Verhaltens der körper-eigenen und bei Fehlverhalten für zahlreiche Krankheiten verantwortlichen Proteinen helfen, indem man seine Rechenleistung von Prozessor oder Grafikchip zur Verfügung stellt. Nvidia stellte kurz vor dem Ende der Testzeit eine Beta-Version des Folding@Home Programms zur Verfügung, das die neuen GeForce Grafikkarten unterstützt. Die Berechnungen finden dabei ausschließlich auf dem Grafikchip statt, der Prozessor wird nicht belastet und steht für andere Aufgaben zur Verfügung. Wir haben verschiedene Berechnungen getestet und dabei GeForce GTX 470 und 285 gegenübergestellt. Diese Beta-Version läuft leider nicht auf ATI Radeon Karten. Gemessen wurde die Performance in „ns/day“. Das ist die Zeit in Nanosekunden, die das wirkliche Protein dafür benötigt, was das System in einem Tag berechnet.

Folding @ Home

Intel Core i7 965, Intel X58, 6 GByte, Windows Vista

lambda
GeForce GTX 470
GeForce GTX 285
274,3
224,4
spectrin
GeForce GTX 470
GeForce GTX 285
10,8
9,2
villin
GeForce GTX 470
GeForce GTX 285
617,1
520,5

Der Vorsprung der GeForce GTX 470 vor der 285 in Folding@Home liegt zwischen 17 und 22 Prozent.
Das hat allerdings auch seinen Preis. Die Leistungsaufnahme des Gesamtsystems stieg während der Berechnungen mit der GeForce GTX 470 auf 348 Watt und während die GeForce GTX 285 dabei nicht signifikant lauter wurde, wurde die 470 zwischendurch zum Fön. Der Lüfter drehte mit einem Mal auf enorme 3000 Upm und brüllte beinahe das Haus zusammen (Spectrin Test). Bis zum Abschluss der Berechnungen sank die Drehzahl wieder auf 2800 Upm, was aber immer noch sehr, sehr laut ist.
Ein Nachtest brachte außerdem ein kleines Problem zu Tage. Beim Versuch, dieses Verhalten zu reproduzieren, versagte die Lüftersteuerung. Die Chiptemperatur stieg stetig an, bis der Bildschirm bei 112°C schließlich schwarz wurde, ohne dass das System aber anhielt. Ein schneller manueller Reset verhinderte möglichen Schaden an der Grafikkarte.
Wirklich praktikabel ist Folding@Home auf der GeForce GTX 470 in dieser Form nicht, wenn die Chiptemperatur dadurch dermaßen ansteigt.

Frank Schräer

Herausgeber, Chefredakteur und Webmaster

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