HDD-Krise: Versorgungslücke schließt sich

Hersteller nehmen Produktion schneller als erwartet wieder auf

Wie lange die durch die Flutkatastrophe in Thailand hervorgerufene Festplattenknappheit noch anhalten wird, vermag niemand genau vorherzusagen. Während einige bereits für Anfang nächsten Jahres von einer Entspannung der Lage ausgehen, glauben andere, dass die Folgen noch bis mindestens Ende 2012 spürbar sein werden. Immerhin soll die Versorgungslücke im ersten Quartal 2012 kleiner ausfallen als bislang erwartet.

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Wie der Branchendienst DigiTimes berichtet, können die beiden größten Festplattenhersteller Seagate und Western Digital ihre Produktion schneller als erwartet wieder aufnehmen. Nach 110 bis 120 Millionen ausgelieferten Festplatten im aktuellen vierten Quartal 2011 sollen dadurch im kommenden ersten Quartal 2012 bis zu 140 Millionen Festplatten ausgeliefert werden. Dies entspricht zwar immer noch nicht der Nachfrage von etwa 170 Millionen Festplatten pro Quartal, allerdings schrumpft die Versorgungslücke dadurch von 30 bis 35 Prozent im vierten Quartal 2011 auf nur noch 17 bis 18 Prozent im kommenden Quartal.

Auch wenn sich die Festplattenindustrie scheinbar schneller erholt als erwartet, so wird es noch einige Zeit dauern, bis die ursprünglichen Produktionskapazitäten wieder erreicht werden. So geht beispielsweise Western Digital auch weiterhin davon aus, dass dies nicht vor März 2012 der Fall sein wird, sondern eher später.

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Quelle: DigiTimes

Jan Apostel

Redakteur

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