Betrieb
Die Wiedergabe von eBooks beherrscht der Sony Reader WiFi PRS-T1 problemlos. Der Seitenaufbau ist sehr schnell und mit der Geschwindigkeit des Kindle 3 vergleichbar. Umgeblättert werden kann per Tastendruck oder mit einem Wisch über das Display, wie man es von aktuellen Smartphones gewohnt ist. Der Kontrast des Displays ist nur geringfügig schlechter als beim Kindle 3. Er ist selbst bei einem direkten Vergleich nur leicht wahrnehmbar.
Es kann in Dokumenten gesucht, zu bestimmten Seiten gesprungen, die Schriftart und die Schriftgröße verändert und Notizen hinzugefügt werden. Gelesen werden kann sowohl im Hoch- als auch im Querformat. Der Reader verfügt aber genau wie der Kindle 3 über keinen Lagesensor, so dass der Modus manuell eingestellt werden muss.
Neben Notizen zu markierten Wörtern oder handschriftlichen Kommentaren in oder neben dem Text können einzelne Wörter durch eine Markierung mit dem Finger auch im Wörtbuch oder bei Wikipedia oder Google nachgeschlagen werden.
In PDF-Dateien lassen sich ebenfalls handschriftliche Notizen machen. Für das Mitschreiben in Vorlesungen ist der Reader aber nicht geeignet, dafür ist die Reaktionszeit dann doch zu lang. Der eBook-Reader von Sony ist aber das erste von uns getestete Gerät, auf dem das Betrachten von PDFs halbwegs angenehm ist. Sehr große PDF-Dateien, die selbst auf einem 24″-Monitor bei 100 % gerade eben lesbar sind, wie es sie von vielen Zeitungen gibt, sind aber auch für dieses Gerät nicht geeignet. Bei üblichen DIN A4 Formaten kann der Reader aber punkten. Die Vergrößerung einzelner Bereiche erfolgt durch mit der von Smartphones bekannten Geste, in dem der Daumen und der Zeigefinger gespreizt werden. Das so vergrößerte Dokument lässt sich dann mit dem Zeigefinger frei bewegen, ebenfalls ähnlich wie bei Smartphones. Durch die verwendete E-Ink-Technik läuft dieser Vorgang zwar nicht ganz so flüssig ab und das Dokument muss an der gewünschten Endposition noch einmal kurz aktualisiert werden und flackert dabei leicht, dafür ist aber jede gewünschte Position festlegbar und so jeder gewünschte Ausschnitt ablesbar. Beim Kindle 3 war es dagegen häufig so, dass zusammengehörige Teile nicht zusammenhängend auf einer Seite dargestellt werden konnten und umgeblättert werden musste, weil sich das Dokument nicht frei verschieben ließ.
![]() PDF-Datei in Originalgröße… |
![]() …und vergrößert |
Das Surfen ist auf dem Reader aus dem gleichen Grund bequemer als bei vorherigen getesteten eBook-Readern. Durch die Gestensteuerung und das freie Verschieben von Inhalten können alle Inhalte problemlos erfasst werden. Langes Surfen macht auf dem Gerät trotzdem keinen Spaß. Das liegt zum Einen an der fehlenden Farbe und zum anderem an der Reaktionszeit. Die ist für einen eBook-Reader zwar sehr gut, aber verglichen mit einem üblichen LC-Display immer noch sehr langsam. Seiten flackern daher beim freien Verschieben häufig und auch ein Scrollvorgang läuft nicht richtig flüssig ab. Für ein Nachschlagen in Wikipedia oder Google oder auch das kurze Lesen von News-Seiten ist das Gerät aber trotzdem brauchbar.
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Uns stand das Gerät nur knapp anderthalb Wochen zur Verfügung. In dieser Zeit wurde es relativ stark beansprucht, da für den Test viele Eigenschaften ausprobiert werden mussten. Der Akku hielt die ganze Zeit mit der ersten Ladung durch und zeigte am Ende sogar noch mehr als die Hälfte der Akkulaufzeit an. Die Akkulaufzeit scheint daher sehr gut zu sein. Sony selber gibt einen Betrieb von über einem Monat an. Im Handbuch werden 14.000 Seitenwechsel angegeben.







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