Samsung Galaxy S III - Seite 5

Der neue König der Android-Smartphones?

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Android 4.0.4 & TouchWiz

Samsungs Touch-Wiz-Oberfläche zählte in der Vergangenheit eher zu den Schwachpunkten der Galaxy-Reihe und hat viele Kunden in die Hände der Modder getrieben: Zu bunt, unübersichtlich oder gar kindisch lautete die verbreitete Kritik aus der Community. Hier hat der Hersteller nachgebessert und sich stärker am Standard-Design des aktuellen Google-Betriebssystems Android 4.0 (Ice Cream Sandwich) orientiert. Vielleicht hat Samsung dies aus der Nexus-Kooperation mit Google gelernt. Besitzer des Galaxy S III dürfen sich bis zu sieben unterschiedliche Homescreens anlegen, deren Reihenfolge ebenfalls konfigurierbar ist. Über den Punkt „Menü“ gelangen wir über die untere Standard-Symbolleiste zu den Apps und Widgets. Diese lassen sich entweder nach der Installationsreihenfolge (Default-Einstellung) oder schlichtweg nach dem Alphabet ordnen.


Menü in TouchWiz

Wer den Home-Button länger drückt, kann außerdem laufende Apps deaktivieren. An die vielen Sonderbewegungen, um Funktionen auszulösen, muss man sich zunächst gewöhnen, möchte sie aber dann nicht mehr missen. Wischt man etwa mit der Handkante einmal quer über den Bildschirm, fertigt man einen Screenshot an – so enstanden auch die Abbildungen hier im Review. Neu in Android 4.0.4: Auf den Homescreens lassen sich endlich Ordner anlegen, was der Übersichtlichkeit nur dienlich ist.


Homescreen mit Ordnern

Samsung hat außerdem die Benachrichtigungsleiste um sinnvolle Einstellungen erweitert. Dort lassen sich nun per Knopfdruck Funktionen wie Bluetooth, GPS und Wi-Fi an- und ausschalten. Eine Top-Funktion für diejenigen, die gern ihren Akku schonen und die Schnittstellen nur anschalten, wenn sie auch gebraucht werden.


Benachrichtigungsleiste

Zu Samsungs TouchWiz-Sonderfunktionen für das S III gehört auch Smart Stay, das im Gegensatz zu S Voice (dazu gleich mehr) tatsächlich Sinn macht: Mithilfe der Frontkamera scannt das S III, ob der Anwender dem Bildschirm zugewandt ist. Ist dies der Fall, setzt die Timeout-Funktion zur Verdunklung des Bildschirms solange aus, bis sich der Nutzer tatsächlich vom S III abwendet. Diese Funktion ist gerade beim Lesen längerer Texte Gold wert. Dagegen ist Pop Up Play, die Möglichkeit, den Videoplayer in der Miniaturansicht als Bild im Bild weiterlaufen zu lassen, eher Spielerei. Technisch demonstriert Pop Up Play zwar die beeindruckende Power des Galaxy S III, praktisch ist die Funktion aber überflüssig, da das Video in der Miniaturansicht ohnehin zu klein ist und stattdessen ein Pausieren wesentlich sinnvoller ist, wenn z.B. ein Anruf oder eine SMS eintrudelt.

André Westphal

Redakteur

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