Apps & Multimedia
Auf dem Papier zählt Samsungs S Voice
zu den spannendsten neuen Features des S III. So bewarb Samsung seinen hauseigenen Siri-Konkurrent dann auch vor Erscheinen des neuen Smartphone-Flaggschiffs exzessiv. In der Praxis – und das muss man wirklich in aller Deutlichkeit sagen – liefert S Voice
desaströse Ergebnisse ab, zumindest im derzeitigen Zustand. Das Programm scheitert bereits an einfachen Fragen und empfiehlt entweder im Internet zu suchen oder wirkt wie ein Schwerhöriger beim stille Post spielen. Hartnäckig wandelt S Voice
etwa die Frage „Wo liegt Taiwan?“ in „Google dict Taliban“ um. Überhaupt scheint es S Voice
mit den Terroristen zu haben und interpretiert „Wie hoch ist der Mount Everest?“ folgerichtig zu „Wie hoch ist der Mond Terrorist“ um. Im Grunde kann man sich bei S Voice
nur darauf verlassen, dass man regelmäßig hört „Wollen sie im Internet suchen?“ Im derzeitigen Zustand hätte sich Samsung S Voice
komplett sparen können, denn die App taugt nicht einmal als Party-Gag.
Negativ fällt auf – aber so ist das mittlerweile bei allen Smartphones – das Samsung jede Menge Bloatware
auf sein S III packt. Von Apps für Boulevard-Trivialitäten über Junk-Food-Bestellungen bis hin zu Hotel-Buchungen wandern die Finger bzw. die Apps nach dem ersten Start erstmal intuitiv Richtung Papierkorb. Umständlich ist auch Samsungs S Planner
, eine modifizierte Variante des Android-Kalenders. Spaßiger und sogar alltagstauglich ist S Memo
, das man bereits vom Galaxy Note kennt. Hier kann man handscriftliche Notizen anfertigen und speichern – die Erkennung ist solide. Auch die mitgelieferte Galerie ist übersichtlich und kann statt im internen Speicher auf der SD-Karte abgelegt werden. Richtig Punkte sammelt Samsung aber bei seinem Browser, wie bereits die Benchmarks unterstreichen: Schnelligkeit ist hier das Stichwort. Etwas nervig ist lediglich, dass man einzelne Tabs nicht per Wischbewegung schließen kann, wie es im Standard-Android-4.0 möglich ist. Grund zur Freude bietet auch der Videoplayer, denn ehe man Dateien findet, die der Player nicht schluckt, dürfte einige Zeit vergehen. Wer über ein MHL-Adapterkabel verfügt, kann seine Videos sogar per HDMI an externe Monitore und TVs weiterleiten.
Ebenso wenig Grund zum Klagen bietet der Musik-Player, der angenehm schlicht daherkommt. Samsung liefert verschiedene Equalizer-Voreinstellungen mit, erlaubt aber auch selbst Hand anzulegen und eigene Konfigurationen zu speichern.
Wer das S III als Navigationssystem nutzen möchte, steht ebenfalls gut da: Die Verbindung erfolgt prompt und präzise. Hat man das S III dabei, sollte Verfahren und Verlaufen so gut wie ausgeschlossen sein. Auch NFC ist an Bord und erlaubt per S Beam
mit einer Mischung aus NFC und Wi-Fi-Direct die rasante Datenweitergabe an andere S III. Wem das noch nicht reicht, der kann seinen Verbindungsbedarf auch per Bluetooth, HSDPA und Wi-Fi 802.11 b/g/n decken und Dateien per DLNA streamen, bis die Schwarte kracht. Das S III erfüllt im Grunde jeden Wunsch und hält bei seinen Abspielmöglichkeiten und Multimedia-Funktionen alles bereit, was man im Alltag und darüber hinaus benötigt.




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