Sony Pictures reagiert auf Kritik durch Obama

Man wolle "The Interview" immer noch veröffentlichen

Immer noch zieht der Hackerangriff auf Sony Pictures enorme Kreise. Selbst der US-Präsident Barack Obama hatte sich zu Wort gemeldet und Kritik an Sony Pictures sowie den Kinobetreibern geübt: Obama rügte, dass es nicht angehen könne, dass ein diktatorischer Staat quasi in den USA seine erwünschte Zensur durchboxe. Damit spielte Obama darauf an, dass Sony Pictures die Veröffentlichung des Films „The Interview“ nun tatsächlich verworfen hatte. Der Geschäftsführer von Sony Entertainment, Michael Lynton, kommentiert die Vorwürfe Obamas jetzt in einer Stellungnahme.

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Lynton erklärt, Sony habe nicht etwa wegen der Drohungen nachgegeben, sondern um die Sicherheit der Zuschauer zu garantieren. Trotzdem wolle man den Film „The Interview“ noch in irgendeiner Form der Öffentlichkeit zugänglich machen. Sony besitze aber eben keine Kinosäle: Und wenn die Betreiber in den USA aus Angst vor Anschlägen den Film nicht zeigen wollten, könnte Sony hier wenig unternehmen. Obama habe die Kette er Ereignisse in diesem Fall eventuell nicht durchschaut.

Auch wenn der Hackerangriff auf Sony absolut verwerflich ist und Zensur und Unterdrückung von Meinungsfreiheit immer gefährlich bleiben, wäre der Verzicht auf den Film „The Interview“ vermutlich kein allzu großer Verlust. Nach der Premiere Mitte Dezember hagelte es recht durchschnittliche Kritiken für die Komödie, welche nun vor allem durch die Kontroversen bekannt wurde.

Quelle: CNNMoney

André Westphal

Redakteur

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