Microsoft in der Kritik wegen Keylogger

Windows 10 soll Tastenanschläge trotz Deaktivierung wieder aufzeichnen

Mangelnder Datenschutz und Privatsphäre sind einige der Kritikpunkte an Windows 10 und das Betriebssystem von Microsoft gerät derzeit weiter unter Druck. Angeblich werden Einstellungen von Win 10, mit denen die Eingaben aufgezeichnet und an Microsoft weitergegeben werden, standardmäßig sogar nach Abschaltung wieder aktiviert.

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Unter „Start->Einstellungen->Datenschutz->Allgemein“ kann man in Windows 10 die Datenschutzoption „Informationen zu meinem Schreibverhalten an Microsoft senden, um die Eingabe- und Schreibfunktionen zu verbessern“ abschalten, falls man dies nicht bereits bei der Installation gemacht hat. Dies ist nämlich standardmäßig aktiviert. Dahinter steckt praktisch ein sogenannter ‚Keylogger‘, bei dem alle Eingaben aufgezeichnet und nach Redmond geschickt werden.

Windows 10 Datenschutzoptionen

Mit dem kommenden Creators Update will Microsoft den Anwendern mehr Kontrolle über die Einstellungen von Datenschutz und ihre Privatsphäre geben, aber die Kritik wächst in einschlägigen Onlineforen. So soll Windows 10 die Deaktivierung von sich aus wieder einschalten, sei es nach Neustart oder einem Update. Dies ist allerdings noch unbestätigt und auch Reddit hat diesen Foreneintrag als ‚irreführend‘ eingestuft.

Bei mir persönlich ist die Einstellung auch nach etlichen Updates und Neustarts immer noch deaktiviert, aber wer weiß? Ein gelegentliches Überprüfen der Datenschutzoptionen wäre vielleicht sinnvoll.

Quelle: myce.com

Frank Schräer

Herausgeber, Chefredakteur und Webmaster

3 Antworten

  1. tigert sagt:

    Lieber Redaktion,

    Könnten Sie dazu auch mal einen Juristen interviewen? Ein Keylogger im Betriebssystem im Betriebssystem hört sich doch schon kriminell an, egal ob er nun eine Opt-out Option hat oder nicht. Man denke nur an zig Passwörter für Online Banking, iTans für Trasaktionen, Passwörter für den Zugang zu Behörden- und Firmennetzwerk.
    Das ganze wäre doch in dieser Form nicht nur ein Skandal, sondern wohl auch strafrechtlich relevant.

  2. neosin sagt:

    Immer schön weiter so… Nach der Werbung, dem von Anfang an mangelnden Datenschutz, jetzt auch noch mit voller Absicht und bösen Willen, trotz Deaktivierung vom Nutzer eingestelltem Systemverhalten, einfach weiter machen und mal fett drauf scheißen..
    Unglaublich.
    Man wird also mit neuen CPU’s irgendwann gezwungen auf Win10 zu Updaten, auch wenn man vielleicht jetzt noch ein wenig tricksen kann, ich weiß das nicht genau, um dann seine Daten an diese Seuche zu übergeben.

  1. 10. April 2017

    […] Microsoft in der Kritik wegen Keylogger – hartware.net […]

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